Fast 100 Millionen Euro Verlust! Hertha schreibt tiefrote Zahlen

Der deutsche Zweitligist Hertha BSC hat in seiner Abstiegssaison 2022/2023 fast einen Verlust im dreistelligen Millionenbereich erwirtschaftet.

Wie der Klub am Sonntag auf der Mitgliederversammlung mitteilte, stand nach der abgelaufenen Spielzeit ein Fehlbetrag von 99,1 Millionen Euro für die ausgegliederte Profiabteilung zu Buche. Dies sind fast 20 Millionen Euro mehr als im Jahr zuvor.

Schalke 04 stürzt gegen Hertha BSC tiefer in die Krise

Geschäftsführer dennoch optimistisch

Geschäftsführer Thomas Herrich blickte dennoch optimistisch in die Zukunft, denn die meisten Sanierungsmaßnahmen nach dem Abstieg seien noch nicht in die Bilanz eingeflossen. Dazu gehören Spielerverkäufe, Stellenabbau und Reduzierung der Miete für das Olympiastadion. Demnach rechne Herrich für die laufende Saison mit einem Konzernjahresergebnis von etwa minus 30 Millionen Euro.

Aufsichtsratschef Brüggemann tritt zurück

Klaus Brüggemann hat zu Beginn der Mitgliederversammlung von Zweitligist Hertha BSC seinen sofortigen Rücktritt als Aufsichtsratschef erklären lassen.

Gruber: Abgang von Tabakovic „war für uns sehr schade“

Vizepräsident Fabian Drescher teilte am Sonntag im Namen des 64-Jährigen dessen Entscheidung mit. Gegen Brüggemann lag auch ein Abwahlantrag vor. Ebenfalls erklärte Renate Döhmer ihren Rücktritt aus dem bisher von Brüggemann angeführten dem Gremium.

Brüggemann stellt sich gegen Bernstein

Dieser war seit Mai vergangenen Jahres Chef des Aufsichtsrates und hatte auf der Mitgliederversammlung im November einen Abwahlantrag überstanden. „Jeder, der mich gut kennt, weiß, dass ich niemand bin, der sich wegduckt oder konstruktiven Diskussionen aus dem Weg geht“, zitierte Drescher aus dem Brief Brüggemanns: „Mir ist auch klar, dass ich denen, die mich diffamieren, mit dem Rücktritt einen Gefallen tue.“ Es ginge aber um Hertha BSC und nicht um ihn. Sein Rücktritt schmerze ihm sehr.

 

Er richtete sich verbal auch deutlich gegen den Vereinspräsidenten Kay Bernstein, der nach einem Unfall auf der Geschäftsstelle nicht vor Ort sein konnte, sondern sich weiter im Krankenhaus befindet. Bernstein sei überfordert mit dem Präsidentenamt, meinte Brüggemann unter anderem.

Werbung

(dpa/SID/sport.sky.de).

Beitragsbild: Imago.