„Fast mehr Betreuer als Spieler“: Mader hofft auf baldige Zugänge in Lustenau
Wenn Austria Lustenau am Samstag im ÖFB-Cup in Tirol bei Silz/Mötz das erste Pflichtspiel der Saison bestreitet, werden wohl fast alle aktuellen Feldspieler des Bundesligisten zum Einsatz kommen. Der Kader der Vorarlberger ist derzeit eine große Baustelle mit vielen Lücken – und wird es noch einige Zeit bleiben. „Ich gehe nicht davon aus, dass bis zum ersten Meisterschaftsspiel alle Spieler da sind“, erklärte Cheftrainer Markus Mader im APA-Gespräch.
Über das offizielle Teamfoto der Grün-Weißen musste der Coach schmunzeln: „Da waren fast mehr Betreuer oben als Spieler.“ Bei 17 Kickern, davon drei Torhüter, wird am Mittwoch die Kunde der leihweisen Verstärkungen durch Yadaly Diaby und Baila Diallo vom französischen Erstligisten Clermont Foot wohlwollend im Ländle aufgenommen worden sein. Weitere Spieler vom Kooperationsclub aus der Ligue 1 sollen folgen.
Transfer-Doppelschlag! Lustenau holt Diaby und Diallo per Leihe
Geduld bei der Planung zu Saisonbeginn ist für Mader bereits wiederholt gelebte Praxis. „Wir sind das gewohnt von den letzten Jahren, dass bei uns erst gegen Schluss Spieler hinzukommen“, erzählte der 55-Jährige. Viele würden einfach abwarten und die Transferzeit ausreizen. „Für die ist jetzt Lustenau nicht die Nummer eins Wunschdestination. Die wollen zunächst wissen, was gibt es sonst noch für bessere Alternativen.“
„Ein großer Nachteil“
Man habe letztes Jahr auch schon drei, vier Spiele absolviert, bevor der Kader seine endgültige Größe hatte. „Das ist ein großer Nachteil“, so Mader, da man ganz anders trainieren müsse, wenn man statt 22 nur 14 Feldspieler habe. Wichtig sei in der kurzen Vorbereitungsphase gewesen, „eine Mannschaft zu finden, die jetzt einmal kurzfristig gesehen dieses Cupspiel übersteht und dann noch halbwegs in die Bundesliga startet“.
Nicht zuletzt aufgrund dieser Situation bleiben die Ziele der Lustenauer, die im Vorjahr als Aufsteiger eine furiose Saison gespielt und eine Europacup-Teilnahme nur knapp verpasst hatten, auch in Jahr zwei die gleichen. „Wir reden in erster Linie über den Klassenerhalt. Alles andere wäre aus unserer Sicht zu arrogant“, erklärte Mader, der das große Ganze im Blick hat. „Wir wollen uns langfristig etablieren in der Bundesliga.“
(APA)/Bild:
