Scheib Weltcup

„Geht in die richtige Richtung“: Scheib startet optimistisch in neue Saison

Julia Scheib ist aktuell die beste Riesentorläuferin bei den ÖSV-Frauen – und möchte in dieser Ski-Saison den nächsten Schritt gehen.

„Ich bin sehr positiv. Ich habe im Training eine Tendenz ein bisschen gesehen, dass es schon in die richtige Richtung geht“, sagte die 27-Jährige vor dem Auftakt-RTL am Samstag in Sölden, wo sie im Vorjahr einen dritten Platz bejubeln durfte. Ihre Einsätze im Super-G will Scheib deutlich ausbauen.

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Die vergangene Saison war für die in Deutschlandsberg geborene Athletin ein ständiges Auf und Ab. Auf ihren ersten Stockerlplatz in Sölden folgten zwei weitere Top-fünf-Ränge, aber auch Ausfälle. Am bittersten wirkte jener bei der Ski-WM in Saalbach-Hinterglemm. Positiv für Scheib war, dass sie, wenn sie ins Ziel kam, nie schlechter als auf Platz neun landete. Problematisch waren oft verkorkste, fehlerhafte erste Läufe, die in der Endabrechnung viel Zeit kosteten.

Training kann Rennsituation nicht ersetzen

„Das, was ich am meisten brauche, sind die ersten Durchgänge, und die habe ich nicht trainieren können. Von dem her hoffe ich natürlich, dass es im Rennen auf Anhieb funktioniert“, sprach Scheib das Thema in einer Medienrunde offen an. „Rennen ist Rennen“, stellte sie klar. Das könne man im Training nicht komplett simulieren. Dabei ist ihr Verhältnis zur gänzlich eigenen Rennsituation und der Anspannung davor zwiegespalten. „Das hat mir auch schon einige Male geholfen, weil ich es liebe, Rennen zu fahren. Die Startnummer hat mir geholfen, teilweise mein bestes Skifahren zu zeigen.“

Wertvolle Inputs soll ihr der neue Spartentrainer Martin Sprenger liefern, der zuletzt im Privatteam von Alexis Pinturault gearbeitet hat. „Was bei Martin schon ist, er sieht schon auch die kleinen Unsauberkeiten – und die sind entscheidend. Weil durch die passieren dann die Fehler in Stresssituationen. Da haben wir das schon sehr genau hergenommen auch“, erklärte Scheib.

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„Natürlich, vom Gefühl her ist noch einiges zu tun. Das ist auch mein Anspruch. Aber für das braucht es auch noch mehr Trainingstage auf der Skipiste“, erläuterte die Polizeisportlerin vor dem Start im Ötztal. Der Hang in Sölden „ist einfach herausfordernd“, betonte Scheib. „Da kann sehr schnell sehr viel passieren, ein kleiner Fehler passiert schnell. Für das Podest muss einfach viel zusammenspielen, das ist mir bewusst.“

Super-G eröffnet neuen Horizont

Mit dem Super-G baut sich Scheib unterdessen ein zweites Standbein auf. Im März war sie in La Thuile bei ihrem erst zweiten Super-G-Start als 26. auf Anhieb in die Punkteränge gefahren. Darauf gelte es in dieser Saison aufzubauen. Die Tendenz geht dahin, dass sie beim ersten Super-G der Saison in St. Moritz am 14. Dezember mit von der Partie sein wird. „Natürlich haben wir darüber geredet, ich kann dazu aber noch gar nichts sagen“, meinte Scheib. „Man muss jetzt schauen, wie die ersten Rennen im Riesentorlauf laufen. Da ist schon klar der Fokus drauf.“

Am liebsten würde sie ohnehin „alles fahren im Super-G“, sagte Scheib. „Mir macht es riesigen Spaß, wir haben echt ein gutes Training gehabt in Argentinien. Teilweise sogar besser als im Riesentorlauf.“ Dass es im Super-G eine viel intensivere teaminterne Konkurrenz gibt als im Riesentorlauf, ist ihr bewusst. „Es sind einige, die in den Top 30 sind, die sich da anbieten, die auch Punkte haben. Für mich ist das erste kurzfristige Ziel, dass ich in den ersten Rennen so viele Punkte wie möglich hole, um mit der Startnummer eine bessere Situation zu haben.“

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Das zusätzliche Speed-Training vertrage sich mit dem Riesentorlauf jedenfalls gut. „Die beiden Disziplinen ergänzen sich sehr gut. Du kannst einfach auch von beiden Sachen im Riesentorlauf und im Super-G profitieren. Von dem her hat es mir jetzt auch sehr gut getan, das mehr zu trainieren.“

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(APA).

Beitragsbild: GEPA.