„Glaube, dass wir langsam in Fahrt kommen“: Sturm meldet sich mit Sieg zurück
Für Sturm Graz ist die Generalprobee vor dem wichtigen ersten Heimauftritt in der Champions League gegen Brügge geglückt. Österreichs Meister verbuchte beim 2:1 gegen die bisherige Heimmacht Blau-Weiß Linz einen klassischen Arbeitssieg.
Sturm-Trainer Christian Ilzer sah nach drei sieglosen Pflichtspielen in Linz eine schwierige Aufgabe erfolgreich bewältigt. Auch spielerisch spürt Sturm sanften Aufwind. „Ich glaube, dass wir langsam in Fahrt kommen, wir spielen aber immer noch nicht am Maximum“, bemerkte Jusuf Gazibegovic.
Otar Kiteishvili, der den entscheidenden Elfmeter selbst herausholte und verwandelte, meinte: „Es war wichtig, dieses Siegesgefühl zurückzukriegen.“ Der CL-Heimpremiere in Klagenfurt am Mittwoch können die Grazer so optimistischer entgegensehen.
Stankovic-Ausfall trübt Freude
Doch auch Blau-Weiß deckte am Weg zur Rückkehr an die Bundesligaspitze Baustellen auf. In der Defensive hat der Doublesieger eine Sorge mehr.
Kapitän Jon Gorenc Stankovic schied mit einem Trümmerbruch im linken Arm aus. Der Fixstern im defensiven Mittelfeld muss unters Messer und wird bis zu zehn Wochen ausfallen.
Einen etablierten Ersatz für die Sechser-Position gibt es nicht, gegen Blau-Weiß half Tochi Chukwuani aus. Eine Etappe dahinter fehlt bereits Abwehrchef Gregory Wüthrich mit einer Knieverletzung.
Weil Dimitri Lavalée gesperrt ist, dürften Niklas Geyrhofer und Emanuel Aiwu gegen den belgischen Meister ein jungfräuliches Innenverteidiger-Paar bilden.
Scherpen mit Licht und Schatten
Dabei stünde Sturm Kontinuität gut zu Gesicht, um eine gewisse Wankelmütigkeit in der Defensive in den Griff zu bekommen. Auch Goalie Kjell Scherpen zeigte am Samstag zwei Gesichter. Beim 1:1 machte der 2,06-m-Riese schlechte Figur, in der Nachspielzeit war er aber mit zwei Glanzparaden zur Stelle.
Spielerisch zeigte Sturm erneut Fortschritte, ohne die Standardstärke der Meistersaison fällt das Toreschießen aber schwer. Erst Kiteishvili rückte die Dinge als Joker gerade. „Er ist so ein super Spieler, er ist so wichtig für uns. Danke an Kite“, lobte Scherpen den Georgier, der jedoch wusste, dass er nicht der alleinige Matchwinner war. „Der beste Goalie der Liga hat uns die drei Punkte gerettet.“
(APA)/Bild: GEPA
