Gruber, Barry, Huskovic – So plant die Austria mit dem Spieler-Trio
Austria-Sportvorstand Jürgen Werner hat sich in der neuen Folge von „DAB | Der Audiobeweis“ zu einigen Personalfragen in Reihen der Veilchen geäußert. Wie plant Austria Wien mit dem Duo Gruber/Huskovic? Ist ein Barry-Abgang im Sommer möglich? Zudem bestätigte Werner das Interesse an einem echten Allrounder.
Auf der Abgangsseite könnten sich die Wege von Andreas Gruber und Austria Wien nach drei Jahren trennen. Der Angreifer verlor nach starkem Saisonbeginn seinen Stammplatz, seit Oktober stand der 29-Jährige in der Liga nur noch sechsmal in der Startelf.
Grubers Vertrag läuft Ende Juni aus, eine Trennung scheint nicht ausgeschlossen. „Ich kenne den Andi seit über sechs Jahren und weiß, was er kann. Aber es ist auch eine Frage, was wir uns leisten können und wollen. Es ist noch keine endgültige Entscheidung gefallen“, sagte Werner.
Huskovic-Zukunft noch offen
Auch im Fall Huskovic ist noch nicht geklärt, wie es für den talentierten Angreifer weitergeht. Die Winter-Leihe zum TSV Hartberg hat sich bislang nur teilweise ausgezahlt. Zwar erzielte Huskovic drei Treffer, er kam jedoch zumeist nur von der Bank und wurde zwischenzeitlich auch von Hartberg-Coach Manfred Schmid für seine Einstellung kritisiert.
„Huskovic kommt jetzt erst einmal zurück und dann müssen wir schauen, wie sich unser Kader zusammenstellt und ob noch einmal eine Leihe infrage kommt, oder ob wir ihn eingliedern. Das lassen wir noch offen“, sagte Werner.
Barry vor Abgang?
Auch bei Abubakr Barry stellt sich nach einer starken Saison die Frage, ob die Austria den Mittelfeldmann halten kann. Bei den Violetten plant man nach aktuellem Stand der Dinge aber nicht unbedingt mit einem Verkauf.
„Das muss schon eine sehr hohe Summe sein“, ließ Werner aber ein Hintertürchen offen. Barrys Marktwert hält laut „transfermarkt.at“ aktuell bei 1,5 Millionen Euro.
Werner hofft durch die Weiterentwicklung des Spielers und den Auftritt auf der Europacup-Bühne auf noch größeres Interesse am Mann aus Gambia. „Erstens brauchen wir ihn, weil er noch in der Entwicklung ist. Zweitens können wir bessere Preise erzielen, wenn wir in der europäischen Auslage sind“, erklärte der Austria-Sportvorstand.
Werner bestätigt Interesse an El Azzouzi
Nach der Fix-Verpflichtung von Angreifer Maurice Malone könnte sich auf der Zugangsseite bei der Austria bald erneut etwas tun.
Werner bestätigte das Interesse der Veilchen am Marokkaner Anouar El Azzouzi vom niederländischen Erstligisten PEC Zwolle: „Er ist vielseitig einsetzbar, vom Innenverteidiger bis zum Zehner. Von daher wäre er ein Target von uns. Natürlich müssen wir uns das leisten können. Ich denke aber schon, dass er uns besser machen würde.“

Für den 23-Jährigen müsste die Austria wohl eine Ablöse im siebenstelligen Bereich auf den Tisch legen. El Azzouzis Marktwert beläuft sich derzeit auf eine Million Euro.
Werner will „keine narrischen Sachen machen“
Grundsätzlich erhofft sich Werner für die kommende Sommer-Transferperiode etwas mehr Handlungsspielraum bei Neuzugängen. Gleichzeitig betonte er, dass man sich trotz der zusätzlichen Einnahmen aus dem Stadionverkauf finanziell nicht zu weit aus dem Fenster lehnen will.
„Hoffentlich haben wir durch den Stadionverkauf ein bisschen mehr zur Verfügung. Aber man muss beachten, dass wir immer noch ein negatives Eigenkapital haben, das wir natürlich versuchen zu senken. Wir werden bei den Gehältern hoffentlich nicht mehr brauchen als im Jahr davor. Wenn man eine Ablösesumme zahlen muss, kann man die auf die Laufzeit abschreiben. Wenn das so gelingt, wie wir es vorhaben, haben wir vernünftige Raten, die nicht in einer Saison auf einmal abzuzahlen sind. Wir versuchen, keine narrischen Sachen zu machen, uns aber trotzdem zu verstärken“, erklärte Werner.
Der Austria-Sportvorstand würde den Kader zum Trainingsauftakt am 25. Juni gerne beisammen haben.
„Ich bin ein Fan davon, dass zum Trainingsbeginn 99% der Mannschaft steht. Das versuchen wir heuer wieder. Das wäre das Ziel. Wir haben genaue Vorstellungen davon, welche Voraussetzungen wir für die jeweiligen Positionen brauchen und was wir uns leisten können. Das hat den Kandidatenkreis eh eingeschränkt und dort fischen wir gerade“, sagte Werner.
Jetzt reinhören: DAB | Der Audiobeweis #258 mit Jürgen Werner