„Hat mir nicht gefallen“: Wirbel um Ex-Salzburger bei Schalker Pokal-Aus
Der ehemalige Salzburg-Stürmer Hee-chan Hwang hat beim DFB-Pokal-Aus von Schalke 04 gegen Dynamo Dresden (o:2) für Zündstoff gesorgt.
Gegen Ende der ersten Halbzeit ging Hwang nach einem Laufduell mit Dynamo-Verteidiger Friedrich Müller zu Boden und hoffte auf einen Foulpfiff des Schiedsrichters. Dieser blieb jedoch aus, woraufhin der Schalker Angreifer in Rage geriert. Hwang musste nach der Szene kurz außerhalb des Spielfelds behandelt werden und wollte anschließend so schnell wie möglich auf den Platz zurück.
In seiner Ungeduld wurde der Südkoreaner dann handgreiflich: Er schubste erst den Vierten Offiziellen und anschließend auch einen Physiotherapeuten aus der eigenen Mannschaft zur Seite. Letzterer wollte den aufgebrachten Südkoreaner eigentlich nur besänftigen.
Deutliche Worte von Muslic
Schalke-Trainer Miron Muslic erlebte die Aktion von Hwang aus nächster Nähe mit und sah nach der Aktion Klärungsbedarf. „Die Aktion von Hwang habe ich gesehen, sie hat mir nicht gefallen. Das werden wir besprechen“, kündigte Muslic ein Gespräch mit dem Angreifer an.
Trotz der Kritik am Verhalten von Hwang zeigte der einstige Ried-Trainer auch Verständnis für den Ärger seines Spieler. „Ich glaube, es war ein klares Foul“, sagte Muslic.
Hwang noch ohne Tor für Schalke
Hwang wechselte im vergangenen Sommer auf Leihbasis für eine Saison von den Wolverhampton Wanderers zu den Königsblauen, blieb bislang aber bei allen sechs Pflichtspieleinsätzen ohne Torerfolg. Lediglich ein Assist steht für den 30-Jährigen zu Buche.
Der Südkoreaner stand bei Red Bull Salzburg zwischen 2016 und 2018 unter Vertrag und schaffte dort den Durchbruch auf Profiebene. Für die „Bullen“ lief der Stürmer insgesamt 126 Mal auf und kam dabei auf 45 Tore sowie 29 Assists. Vier Meistertitel und drei Cup-Siege standen für den mittlerweile 85-fachen südkoreanischen A-Team-Spieler am Ende seines Salzburger Weges zu Buche.