„Höchstes Niveau, das ist mein Anspruch“: Danso vor Wechsel?
Für Kevin Danso ist die Europameisterschaft 2024 in Deutschland wohl ein bedeutendes Ereignis in seiner fußballerischen Karriere. Der 25-Jährige, der beim französischen Erstligisten RC Lens unter Vertrag steht, will sich auf einer der größten Bühnen im Fußball beweisen, dass er auch gegen Weltstars wie Kylian Mbappe, Robert Lewandowski und co. mehr als nur bestehen kann.
Bereits jetzt wird der Innenverteidiger mit namhaften Vereinen wie dem FC Bayern München oder Meister Bayer Leverkusen in Verbindung gebracht. Auch aus England und Italien sollen Klubs bereits ihr Interesse an Danso bekundet haben. Für den gebürtigen Steirer ist der künftige Verein egal, Hauptsache das Niveau passt, wie Danso im Gespräch mit 90Minuten.at erklärt: „Eigentlich ist mir egal wo, ich will einfach auf dem höchsten Niveau spielen. Auch in der Champions League oder Europa League, das ist mein Anspruch“.
Eine wichtige Person in wichtigen Entscheidungen spielt bei Danso auch ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick. „Seine Meinung zählt auf jeden Fall. Seitdem er Teamchef ist, ist er jemand, den ich immer frage, wenn es um Entscheidungen geht, die ein bisschen schwieriger sind“, so der Innenverteidiger.
Alaba bei der EM für Danso „geil“
Im Vorfeld der EM gab es für den ÖFB-Verteidiger Stress mit Lens und Trainer Franck Haise. Danso entschied sich bewusst, im letzten Meisterschaftsspiel gegen Montpellier, nicht aufzulaufen. Französische Medien warfen dem Österreicher vor, sich für die Euro zu schonen auf Ansage von ÖFB-Teamchef Rangnick – Danso spricht über die Situation so: „Ich bin gerade von einer Verletzung zurückgekommen und hatte im Anschluss Probleme mit dem Knie. Für mich ist die EM sehr wichtig, deswegen habe ich entschieden, das Spiel lieber nicht mit Schmerzen zu bestreiten. Es ging bei uns noch um etwas, ich kann das verstehen. Ich hatte drei sehr gute Jahre bei Lens, es ist einfach blöd kommuniziert worden“.
Doch die Geschichte wurde am Spieltag noch geklärt, Danso blickt mit Vorfreude auf den 17. Juni und das Auftaktspiel gegen Frankreich. Durch den Ausfall von David Alaba steigt der ÖFB-Legionär zum Abwehrchef auf, dennoch freut sich der 1,90 Meter-Hüne auf das Dabei-Sein des eigentlichen Kapitäns. „Der Chef unserer Mannschaft ist weiterhin David Alaba – gemeinsam mit Arnautovic, Sabitzer und Laimer. Ich glaube jeder einzelne von uns muss mehr Verantwortung übernehmen, weil David uns mit seiner Spielweise und seinem Selbstbewusstsein geprägt hat. Wenn du weißt, dass er hinter dir steht und dich supportet, ist das ein gutes Gefühl“.
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