Hütter vor Abschiedssaison ohne Heimrennen: „Als Ski-Nation ist es traurig“
Gleich 15 Rennen finden in diesem Winter im alpinen Ski-Weltcup in Österreich statt, den traditionellen Auftakt macht diese Woche Sölden. Darunter ist jedoch kein einziges Speed-Rennen bei den Frauen. Sehr zum Leidwesen von ÖSV-Star Cornelia Hütter, die ihre Abschiedssaison bestreitet.
„Das ist natürlich schade. Auf die hätte ich mich schon gefreut“, sagte die Steirerin im APA-Gespräch. Söldens Super-G-Pläne für die Zukunft kommen für Hütter jedenfalls zu spät.
Während bei den Männern neun Weltcupbewerbe in Österreich – darunter Abfahrten und Super-G in Kitzbühel und Saalbach-Hinterglemm – ausgetragen werden, sind es bei den Frauen sechs. In Sölden, Gurgl, Gosau und Flachau gibt es aber ausschließlich Technikrennen. Auf die Frage, auf welche Weltcupevents sie sich in ihrem letzten Winter als Skirennläuferin besonders freue, antwortete Hütter: „Natürlich die Heimrennen, aber heuer gibt es keine bei uns. Und natürlich als – wie wir uns nennen – Ski-Nation ist es traurig, dass man keine Speedrennen bei den Damen hat.“
Rückkehr nach Cortina
Dafür sei die Rückkehr an jenen Ort, wo sie im Februar bei den Olympischen Winterspielen Bronze im Super-G gewonnen hatte, ein Highlight. „Auf Cortina freue ich mich, wieder zurückzukommen. Ich war heuer im Sommer unten, bin die Tofana raufgewandert, bin einen Klettersteig gegangen, um das Ganze einmal im Sommer zu sehen“, erzählte Hütter, die im Weltcup 34 Podestplätze vorweisen kann.
Drei Stockerlplätze (ein Super-G-Sieg, zweimal Abfahrtsdritte) gelangen der zehnfachen Weltcupsiegerin in Garmisch-Partenkirchen, wo Hütter Ende Februar noch einmal nahe an der Heimat antreten wird. „Die Garmisch-Rennen sind immer sehr schwierige Rennen, ganz cool und lässig. Aber ja, die Heimrennen fehlen.“
Im September hatte Hütter bei tief winterlichen Bedingungen in Chile intensiv trainieren können. „Wir haben fast keine Ruhetage gehabt.“ Zurück in der Heimat erfolgte ein Konditionsblock, zudem waren Schwünge am Gletscher geplant. Erst Mitte Dezember stehen die ersten Speedbewerbe auf dem Weltcupprogramm, in Beaver Creek sind zwei Abfahrten und ein Super-G geplant.
