Kehrtwende? Achtelfinal-Duell soll wie geplant stattfinden
Das Achtelfinale der Fußball-WM zwischen Co-Gastgeber Mexiko und England soll entgegen vorheriger Gerüchte wie ursprünglich geplant angepfiffen werden.
Der Fußball-Weltverband FIFA hat trotz Diskussionen auf eine Vorverlegung des WM-Achtelfinals zwischen Co-Gastgeber Mexiko und England in Mexiko-Stadt verzichtet. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Aufgrund des Risikos witterungsbedingter Störungen und Überschwemmungen hatte der Verband wohl diskutiert, die für Sonntag um 18 Uhr Ortszeit angesetzte Partie früher anpfeifen zu lassen.
Den mexikanischen und den englischen Verband trafen die Medienberichte über eine Verlegung unvorbereitet. Mexikos Trainer Javier Aguirre hatte von einem „Schlag in den Magen“ gesprochen, weil es maßgeblichen Einfluss auf seine geplanten Abläufe habe. Er sei nicht gefragt worden, sagte er dem mexikanischen Sender Radio Formula.
„Anstoßzeit nach FIFA-Kehrtwende unverändert“, schrieb die BBC. Der Sender Sky News sowie das Portal „The Athletic“ schickten zu der Entwicklung eine Eilmeldung. Sollte es dabei bleiben, hätte es am Freitag viel Aufregung um nichts gegeben. Eine Vorverlegung hätte auch Einfluss auf die Partie von Rekordweltmeister Brasilien gegen Norwegen gehabt, die um 22.00 Uhr MESZ in New York angepfiffen werden soll.
Wetter in Mexiko führte bereits zu Verzögerungen
Wegen eines schweren Gewitters hatte zuletzt das Sechzehntelfinale der Mexikaner gegen Ecuador aus Sicherheitsgründen mit einer Stunde Verspätung begonnen. In der Nähe des Stadions war es zu Blitzeinschlägen gekommen. Gemäß dem FIFA-Regelwerk kann der Dachverband WM-Partien nach eigenem Ermessen absagen, verschieben oder an einen anderen Ort verlegen.
Immer wieder sorgen Gewitter und heftiger Regen in den Sommermonaten in Mexiko-Stadt für Überschwemmungen auf den Straßen. Hinzu kommt, dass die Metropole des WM-Mitgastgebers neben den 80.824 Zuschauern im Aztekenstadion wieder von großen Ansammlungen bei den Fan-Festen und auf den Straßen der Stadt ausgeht.
England-Profis geben sich unbeeindruckt
„Das hat keinen Einfluss auf uns. Egal, zu welcher Uhrzeit wir spielen, wir werden bereit sein“, hatte Englands Mittelfeldspieler Morgan Rogers vor der Abreise nach Mexiko-Stadt betont. Auch sein Teamkollege Marcus Rashford zeigte sich unbeeindruckt von den Spekulationen. „Egal, was alles auf uns zukommt: Wir werden rausgehen, um das Spiel zu gewinnen“, sagte Rashford.
