Kein Glanz, aber kein Fehlstart – Austria und Rapid auf Kurs

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Geglänzt haben beide Wiener Klubs zum Europacup-Auftakt nicht, beide gehen nach Auswärtssiegen aber mit komfortablen Zwei-Tore-Polstern in die Rückspiele der Conference-League-Qualifikation kommende Woche. Während Rapid am Donnerstag mit einem 3:1 beim FC Santa Coloma in Andorra mit Mühe einen Fehlstart in die neue Saison vermied, sah Austria-Trainer Stephan Helm das 2:0 seines Teams gegen den FK Liepaja in Lettland als „Schritt in die richtige Richtung“.

Die Violetten hatten in der Sommerpause unter anderem den Abgang von Mittelfeldmotor Abubakr Barry nach Salzburg zu kompensieren. Aufgefangen wurde er intern – unter anderem von Florian Wustinger, der nach langer Leidenszeit und insgesamt drei Kreuzbandrissen im Baltikum seinen Premierentreffer für die Austria-Profis erzielte. Kapitän Manfred Fischer sieht im 23-Jährigen ein Vorbild für die noch jüngeren Spieler im Kader. „Das sind Kämpfer, ich freue mich so für ihn. Wir sind happy, dass wir ihn endlich wieder haben.“

Der Weg zurück sei „extrem hart“ gewesen, berichtete Wustinger, der nach eineinhalb Jahren Verletzungspause im April sein Comeback gegeben hatte. Voll fit war der Eigenbauspieler zuletzt 2022 in eine Saison gestartet, damals passierte im Europacup-Einsatz auch die erste schwere Knieverletzung. „Ich habe mich zurückgekämpft. Jetzt bleibe ich gesund für immer und genieße jede Woche“, versicherte Wustinger. „Jetzt haben wir eh viele Spiele vor uns, ich freue mich darauf.“

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Helm kündigte Rotation an

Das nächste steigt bereits am Sonntag (18.00 Uhr) in der ersten Runde des ÖFB-Cups beim Wiener Sport-Club. Helm kündigte „auf der einen oder anderen Position“ Rotation an. „Wenn man den Kader hat, so wie man ihn hat, muss man ihm auch das Vertrauen schenken“, meinte der Burgenländer. „Das halte ich für wichtig. Wir werden schauen, dass wir am Sonntag wieder eine ganz frische Mannschaft auf dem Platz haben.“

Liepaja habe sehr risikoreich gespielt. „Wir hätten das eine oder andere Mal kontrollierter in ihren Rücken gehen können, das ist uns nicht so gut gelungen“, meinte Helm. Der Austria-Trainer sah das auch als „ein bisschen Vorbereitung für die Bundesliga, in der das auch öfter der Fall ist“. Zum Ligastart gastiert der Vierte der Vorsaison beim WAC. Davor steht am Donnerstag (20.30 Uhr) in Wien aber noch das Rückspiel gegen die Letten auf dem Programm.

Lob gab es für die Neuzugänge, insbesondere Innenverteidiger Ibrahim Buhari. „Er ist erst sehr kurze Zeit da, aber du merkst, er versteht das Spiel und kann uns weiterhelfen“, sagte Helm über den Nigerianer. Rückkehrer Moritz Wels habe dem Spiel nach seiner Einwechslung zur Pause „etwas sehr Positives geben können“, ergänzte der Coach. Der U21-Nationalspieler erzielte sein erstes Europacup-Tor. „Ich glaube, im Kopf bin ich extrem gereift“, sagte Wels über sein Leihjahr bei der WSG Tirol.

Demir als Rapids Lichtblick

Auch bei Rapid gab es trotz eines insgesamt eher mäßigen Auftritts in Andorra eine erfreuliche Premiere. Der erst 19-jährige Moulaye Haidara markierte mit seinem ersten Profitor den 3:1-Endstand. „Ich habe gleich nach dem Spiel zu ihm gesagt, dass er diesen Moment hier in Andorra nie vergessen wird“, erzählte Sport-Geschäftsführer Markus Katzer.

Positiv in Erscheinung trat auch Yusuf Demir. Das einstige Wunderkind avancierte mit Tor und Assist zum Matchwinner. „Ich bin froh, dass ich der Mannschaft im ersten Spiel direkt helfen konnte“, meinte der 23-Jährige. Sonderlob gab es auch von Katzer: „Er hat sich in der Vorbereitung brutal fit gemacht. Man sieht auch seine Bereitschaft gegen den Ball, und in der zweiten Halbzeit hat er dann seine Klasse gezeigt.“

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Hoff Thorup fordert Steigerung

Abgesehen von Haidara und Demir bot die Vorstellung Rapids bei Santa Coloma aber nur wenig Lichtblicke. „Wir haben uns zwar eine gute Ausgangsposition erarbeitet, trotzdem habe ich höhere Erwartungen an die Mannschaft“, meinte Trainer Johannes Hoff Thorup. Er sei mit dem Auftritt trotz dreier Tore nicht wirklich zufrieden. „Es war zwar erst das erste Spiel, aber wir müssen uns in vielen Bereichen rasch steigern.“

Denn von nun an geht es für Grün-Weiß Schlag auf Schlag. Am Sonntag (20.30 Uhr) gastiert Rapid in der ersten Runde des ÖFB-Cups im kleinen Stadtderby bei Regionalligist Wienerberg. Gespielt wird wie schon im rund 1.300 Kilometer entfernten Andorra la Vella auf Kunstrasen. Bereits am Mittwoch (20.30 Uhr) steigt dann wieder auf „echtem Grün“ in Wien das Rückspiel gegen Santa Coloma, ehe am 2. August der Bundesliga-Auftakt gegen Altach erfolgt.

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