„Knaller-Potenzial“ in Stockholm! Hochrisikospiel für Rapid
Am Donnerstag trifft der SK Rapid im Viertelfinal-Hinspiel der UEFA Conference League in der schwedischen Hauptstadt Stockholm auf Djurgardens IF.
Das Hütteldorfer Gastspiel in Skandinavien hat durchaus Knaller-Potenzial – und das besonders abseits des grünen Rasens. Denn die lokalen Behörden und die UEFA haben die Partie als Hochrisikospiel eingestuft. Für 1.500 Rapid-Fans im Gästesektor und rund 200 auf der Längsseite der 3Arena, die eine Kapazität von 30.000 aufweist, ist also Vorsicht geboten.
Auf der Vereinsseite empfiehlt der SK Rapid seinen mitreisenden Fans sogar, in der Innenstadt sowie auf der Längsseite im Stadion auf Rapid-Fan-Artikel sowie das Singen von Fangesängen zu verzichten.
Rapid-Fan-Freundschaft mit Djurgardens-Rivalen
Tatsache ist, dass beide Fanlager in der jüngeren Vergangenheit durch gewaltsame Ausschreitungen negativ aufgefallen sind. Erst im März verzögerten randalierende Rapid-Anhänger den Ankick der Bundesliga-Partie in Hartberg. Djurgardens-Hooligans sorgten durch Krawalle im Stadtderby gegen Hammarby IF letzten Herbst sogar für einen Spielabbruch.
Hinzu kommt der Aspekt der Fan-Freundschaften: Die Fanszene von Hammarby IF – dem erbitterten Stadrtivalen Djurgardens‘ – gehört zu den größten und aktivsten des Landes. Seit Jahren hat Hammarby den höchsten Zuschauerschnitt der schwedischen Liga.
Gute Kontakte sagt man den „Ultra Boys“ – so nennt sich die Ultra-Bewegung von Hammarby – unter anderem zu einzelnen Fangruppen des SK Rapid nach. Vereint sind die Klubs in ihren Vereinsfarben, Grün und Weiß.
Spielabbruch im Stockholm-Derby
Erst im Oktober des vergangenen Jahres musste das Stockholmer Stadtderby zwischen Hammarby und Djurgardens nach Fan-Ausschreitungen abgebrochen werden.
Hammarby führte ungefähr 15 Minuten vor Schluss mit 2:0, als aus dem Gästeblock Pyrotechnik abgeschossen und Böller gezündet wurden. Nach einer 50-minütigen Pause ordnete die Polizei an, dass die Zuschauer das Stadion verlassen müssen.
Zahlreiche Djurgardens-Fans weigerten sich jedoch, die Ränge zu räumen. Schließlich wurde beschlossen, das Spiel in der darauffolgenden Woche unter Ausschluss der Fans fortzusetzen.
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(Red.) / Bild: Imago