LASK unter Zugzwang gegen formstarkes Rapid-Team
Beim LASK kam zuletzt etwas Sand ins Getriebe. Der enorme Schwung mit fünf Liga-„Dreiern“ en suite und dem „Wunder von Linz“ in der Champions-League-Quali gegen Celtic Glasgow wurde etwas gebremst. Erst das 0:1 bei AEK Athen in der Königsklasse, dann das 1:2 bei Sturm Graz, schließlich ein 3:3 nach 2:0-Pausenführung in Hartberg.
Trainer Dietmar Kühbauer war danach wortkarg, hat seine Sprache aber wieder gefunden. Auf sein Team warten gleich zwei Schlager en suite. Erst gegen Rapid, drei Tage später wieder auf der Gugl gegen Liverpool. Fokussierungsprobleme ortete er bei seinen Kickern keine. „Wenn es einer nicht wegschieben kann, ist er im falschen Film. Nach dem Spiel sollen sie über Liverpool reden. Rapid ist genauso wichtig“, stellte der Burgenländer klar.
Immerhin hat er nach überstandenem Jochbeinbruch wieder Stürmer Samuel Adeniran zurück und damit vorne ein „Luxusproblem“, wie er betonte. Der Respekt vor Grün-Weiß ist jedenfalls groß. „Sie sind im Flow, haben den besten Start seit Jahrzehnten. Das macht sie gefährlich, weil sie mit einem riesen Selbstvertrauen kommen“, meinte Kühbauer. Tatsächlich ist die Rapid-Brust denkbar breit. Sechs Siege in den ersten sieben Ligapartien gelangen zuletzt vor 39 Jahren. In 16 Saisonpflichtspielen gab es 13 Siege und mit dem 1:5 gegen Salzburg nur eine Niederlage. „Ich glaube, dass wir selbstbewusst in die Partie reingehen können“, meinte Stürmer Ercan Kara.
Rapid beim LASK seit 2023 sieglos
Beim LASK war zuletzt allerdings wenig zu holen. In sieben Anläufen seit Eröffnung der neuen Linzer Arena gab es bisher keinen Sieg und am 28. Juli 2023 mit einem 1:1 nur einen Punkt. Zuletzt im Mai ein 1:3 nach 1:0-Führung. „Wir sind jetzt ein Team mit mehr Glauben an die Spieler, die wir haben“, sagte Trainer Johannes Hoff Thorup, der mit Jakob Schöller einen zuletzt verletzten Innenverteidiger zurück hat. Der Däne ist überzeugt, dass sein Kollektiv in der Pause einen weiteren Schritt gemacht hat. „Einer der Gründe (für den Erfolg, Anm.) ist, dass wir mehr Zeit miteinander hatten. Nicht, weil wir große Änderungen beim Personal gemacht haben; viele kleine Trainingseinheiten mit einer klaren Idee von Tag eins an. Und jetzt ernten wir die Früchte.“
„Müssen unseren Rhythmus finden“ – Thorup vor Spiel gegen den LASK
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