Mbappé und Frankreich schießen sich gegen Luxemburg warm
Österreichs erster EURO-Gegner Frankreich hat am Mittwochabend einen 3:0-Sieg über Luxemburg gefeiert. Gut in Form präsentierte sich dabei Superstar Kylian Mbappé, der flink und torgefährlich durch die Angriffsreihe navigierte. In der 85. Minute setzte er den Schlusspunkt, davor hatte die beiden weiteren französischen Treffer durch Randal Kolo Muani (43.) und Jonathan Clauss (70.) vorbereitet. Sein Comeback nach über zwei Jahren Pause gab N’Golo Kanté.
Neu in der Auswahl war Bradley Barcola von Paris Saint-German, der kurz nach seiner Einwechslung in der 81. Minute beim Treffer von Mbappé assistierte. Der bekam von Didier Deschamps Sonderlob. Der neue Topstar von Real Madrid sei „ein hervorragender Anführer, seit er bei uns ist“, stellte der Cheftrainer fest. „Sein Kopf und sein Körper waren in den letzten Wochen nicht daran gewöhnt, viel zu spielen, daher fehlte etwas Saft. Aber er will immer gewinnen.“
Der Angriff ist generell das Prunkstück der Equipe. Neben dem überragenden Mbappé spielten am Mittwoch Kolo Muani und Marcus Thuram von Inter Mailand, dahinter tauchte immer wieder Antoine Griezmann gefährlich auf. Neo-USA-Legionär Olivier Giroud wurde nach seiner Einwechslung zum ältesten Spieler (37 Jahre, 249 Tage), der je für das französische Nationalteam auf dem Platz stand. Ousmane Dembélé fehlte krankheitsbedingt.
Pause für Real-Stars
Ebenfalls nicht dabei in Metz waren Real-Profi Ferland Mendy sowie Adrien Rabiot von Juventus Turin, die noch pausieren durften. Reals Eduardo Camavinga absolvierte ab der 89. Minute einen Kurzeinsatz. Auch deshalb kam im zentralen Mittelfeld Kanté, der seit dem 3. Juni 2022 kein Match mehr für „Les Bleus“ bestritten hatte, zum Einsatz. Speziell vor der Pause zeigte sich der 33-Jährige von Al-Ittihad in gewohnter Manier Gegner jagend und Kilometer fressend.
In der Abwehr lief einiges noch nicht rund. Liverpools Ibrahima Konaté spielte in der Innenverteidigung eine Hälfte mit Dayot Upamecano, nach der Pause ersetzte William Saliba von Arsenal den Bayern-Akteur. Rechtsverteidiger Clauss kam in der zweiten Hälfte für Theo Hernández. Der Spieler von Olympique Marseille gibt Deschamps hinten noch mehr Optionen.
Frankreich testet am Sonntag (21.15 Uhr) in Bordeaux noch gegen Kanada. Knapp eine Woche später ist bereits der Ernstfall angesagt. Am 17. Juni (21.00 Uhr) geht es für die Franzosen zum Auftakt in der EM-Gruppe D gegen Österreich.
(APA)/Beitragsbild: Imago
