Nach Martins-Rot: Austria gewinnt auch Rückspiel gegen Liepaja

Die Austria hat die Pflicht erfüllt und ist in die dritte Qualifikationsrunde der Conference League eingezogen. Nach dem 2:0 im Hinspiel setzten sich die Wiener auch im Rückspiel gegen Liepaja 3:1 (2:1) durch. Die Gäste aus Lettland gingen in Wien-Favoriten früh in Führung, eine rasche Rote Karte für Ex-Austrianer Marvin Martins (8.) bescherte der Austria aber einen langen numerischen Vorteil. Nächster Gegner des Teams von Trainer Stephan Helm ist Beitar Jerusalem.

Neuzugang Jonas Feddersen (20.) und Kelvin Boateng (29.) drehten die Partie mit ihren Toren bis zur Pause, Reinhold Ranftl (66.) legte nach. Liepaja war durch Amar Haidara schon in der 4. Minute voran gelegen, ehe Martins nach einer „Notbremse“ gehen musste. Mit Beitar Jerusalem wartet nun ein härterer Gegner. Die Israelis schlugen AEK Larnaka nach einem 1:0 und 2:3 im Elfmeterschießen. Das Hinspiel findet am kommenden Donnerstag auswärts in Rumänien statt.

Helm-Rotation und frühes 0:1

Bei Temperaturen von nur knapp über 30 Grad setzte Helm wie erwartet auf Rotation. Johannes Eggestein, Manfred Fischer oder Lee Tae-seok nahmen zunächst auf der Bank Platz, die Offensive war mit Boateng, Vasilije Markovic und Julian Hettwer gänzlich neu besetzt. Souveränität versprühte die Austria aber nicht. Die ersten Minuten hatten es in sich.

 

Für Violett startete die Partie denkbar ungünstig. Philipp Maybach reklamierte ein Foulspiel, der italienische Referee Luca Zufferli winkte aber ab. Samuel Sahin-Radlinger konnte den folgenden Fernschuss nur abklatschen lassen, Ibrahim Buhari legte unglücklich für Haidara ab. In Ermangelung eines VAR zählte der Treffer. Martins tat seinem Ex-Arbeitgeber aber einen unfreiwilligen Gefallen.

Liepajas Kapitän – noch kurz vor dem Anpfiff für seine Jahre im violetten Trikot (2021 bis 2025) ausgezeichnet – vertändelte den Ball gegen Boateng und hielt den Angreifer als letzter Mann am Fuß zurück. Zufferli zückte prompt Rot. Die Favoritner kämpften weiter um ihre Linie. Eine Einzelaktion bescherte den Ausgleich: Feddersen ging 20 Meter vor dem gegnerischen Tor ins Dribbling, ließ zwei Gegner stehen und vollendete platziert.

Violetter Chancenwucher

Das 2:1 sollte nach einer knappen halben Stunde fallen. Ein Antritt von Matteo Schablas schaffte Raum, Markovic scheiterte, Boateng vollendete im zweiten Versuch. Liepaja gab sich nicht auf: Verteidiger Vjaceslavs Isajevs scheiterte nach einem Eckball an Sahin-Radlingers Fingerspitzen. Markovic und Schablas ließen vor der Pause alleine vor dem gegnerischen Torhüter noch große Chancen auf das 3:1 aus.

Die Austria war nun auf Kurs. Ein Chancenwucher verhinderte eine höhere Führung. Auch Feddersen schoss nach einer Stunde völlig frei vor dem Gehäuse vorbei. Ranftl traf schließlich nach Vorarbeit von Schablas und Fischer ins lange Eck. Sahin-Radlinger war in den zweiten 45 Minuten fast unbeschäftigt, Liepaja blieb völlig harmlos.

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