Müller verkündet Aus beim FC Bayern

Paukenschlag beim FC Bayern! Thomas Müller bekommt bei den Münchnern keinen neuen Vertrag.

Müller und der FC Bayern gehen nach 17 Profijahren getrennte Wege: Das verkündete das Münchner Klub-Idol am Samstagvormittag auf Instagram. „Der Verein hat sich bewusst dafür entschieden, mit mir keinen neuen Vertrag für die nächste Saison zu verhandeln. Auch wenn dies nicht meinen persönlichen Wünschen entsprach, ist es wichtig, dass der Verein seinen Überzeugungen folgt“, schrieb Müller in einem Brief an die Fans des deutschen Fußball-Rekordmeisters.

Er respektiere den Schritt, ergänzte der 35-Jährige, „den sich Vorstand und Aufsichtsrat bestimmt nicht leicht gemacht haben“. Müller hielt aber nicht damit hinter dem Berg, dass ihm das jüngste „Hin und Her in der Öffentlichkeit nicht gefallen“ habe. Dennoch spüre er „von allen Beteiligten die Wertschätzung für meine lange Zeit beim FC Bayern“.

Bayern-Bosse äußern sich „bayrische Bilderbuchkarriere“

Die Bosse äußerten sich wenig später in einer Vereinsmitteilung voller Anerkennung. Müller sei „der Inbegriff einer bayerischen Bilderbuchkarriere“, sagte Präsident Herbert Hainer, Vorstandsboss Jan-Christian Dreesen bezeichnete ihn als „eine der größten Spielerpersönlichkeiten dieses Klubs“.

Weiter sprach Dreesen – anders als Müller in seinem offenen Brief – von einer „einvernehmlichen Einigung“ und einer „gemeinsamen Lösung“. Sportvorstand Max Eberl betonte: „Diese Entscheidung ist uns verständlicherweise alles andere als leichtgefallen, und ausschlaggebend war am Ende ganz allein die Kaderplanung, bei der wir den Fokus auf die Zukunft richten.“ Müller werde noch bei der Klub-WM (15. Juni bis 13. Juli) für den FC Bayern spielen.

Müller-Zukunft offen

Wo Müllers Zukunft liegt und ob er seine aktive Karriere woanders fortsetzen wird, verriet er zunächst nicht. Der Ur-Bayer gehört „seinem“ Klub seit 25 Jahren an, 2008 feierte er unter Trainer Jürgen Klinsmann sein Debüt in der ersten Mannschaft.

Müller gewann mit den Bayern zweimal die Champions League, zwölfmal die Meisterschaft und sechsmal den DFB-Pokal. Insgesamt absolvierte er bislang 743 Pflichtspiele (247 Tore) für die Münchner – so viel wie kein anderer Spieler vor ihm. Er überflügelte damit Vereinslegenden wie Sepp Maier (709), Oliver Kahn (632), Gerd Müller (613) oder Franz Beckenbauer (584). Der 131-malige Nationalspieler war 2000 vom TSV Pähl in die D-Jugend des FC Bayern gewechselt.

„Finale Dahoam“ als Krönung?

In dieser treffen die Bayern am Dienstag (ab 20 Uhr live und exklusiv auf Sky Sport Austria – mit Sky X live streamen) im Viertelfinal-Hinspiel auf Inter Mailand. Sie müssen dabei auf ihren Offensivstar Jamal Musiala verzichten. Der 22-Jährige zog sich am Freitag beim 3:1-Ligasieg in Augsburg eine Oberschenkelverletzung zu. Zu deren genauem Grad machte der Club vorerst keine Angaben. „Es sieht jetzt nicht so brillant aus“, kommentierte Bayerns Sportvorstand Max Eberl. „Für Dienstag wird es nicht reichen.“

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(SID) / Bild: Imago