Nordische Kombination ab 2030 nicht mehr bei Olympia
Das Olympia-Aus der Nordischen Kombination ist besiegelt. Wie das Internationale Olympische Komitee (IOC) am Dienstag nach einer Sitzung seiner Exekutive bekannt gab, gehört die traditionsreiche Mischung aus Skispringen und Skilanglauf bei den Olympischen Winterspielen 2030 in den französischen Alpen nicht mehr zum olympischen Programm.
Weiterhin dabei ist der Parallel-Riesenslalom der Snowboarder, der ebenfalls auf dem Prüfstand gestanden hatte. Ein Olympia-Debüt werden Freeride (Ski bzw. Snowboard) sowie Synchro9 (Eiskunstlauf) feiern.
„Die heutige Entscheidung des IOC ist eine Hiobsbotschaft für den österreichischen Wintersport und ein schwerer Schlag für die Nordische Kombination“, sagte ÖSV-Sportdirektor Mario Stecher in einer Mitteilung. Kaum eine andere Disziplin stehe so sehr für Tradition und eine österreichische Erfolgsgeschichte wie diese. „Wir sind zutiefst enttäuscht, dass die sichtbare Weiterentwicklung dieser Sportart nicht ausreichend berücksichtigt wurde.“
Olympia-Debüt 1924
Die Nordische Kombination war seit der Winterspiel-Premiere 1924 in Chamonix dabei. Allerdings wurde die „Königsdisziplin“ des Wintersports vor Jahren schon angezählt. Das IOC, das sich Geschlechtergleichheit auf die Fahnen geschrieben hat, formulierte einige Kritikpunkte. Zu geringe internationale Verbreitung, begrenzte Zahl konkurrenzfähiger Nationen und vergleichsweise geringe globale Zuschauerreichweite. Auch im Februar Mailand und Cortina waren die Frauen, die seit 2020 Weltcups austragen, nicht zugelassen gewesen.
„Hinsichtlich der meisten Beliebtheitsindikatoren belegte die Nordische Kombination bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi 2014, Pyeongchang 2018, Peking 2022 und Mailand-Cortina 2026 den letzten Platz unter allen Disziplinen. Bei den jüngsten Olympischen Winterspielen rangierte sie bei 11 der 14 untersuchten Beliebtheitsindikatoren auf dem letzten Platz“, erklärte das IOC.
