Ohne Ingolitsch: Sturm im Cup bei Austria Lustenau gefordert
Auf dem Weg ins Viertelfinale des ÖFB-Cups will Fußball-Vizemeister Sturm Graz keinesfalls stolpern. Die Steirer bekommen es im Achtelfinale am Donnerstag (18.00 Uhr) im Ländle mit Bundesliga-Aufsteiger Austria Lustenau zu tun.
Zusätzlich zur Verletzungsmisere muss Sturm in Vorarlberg auch zwei Sperren verkraften: Trainer Fabio Ingolitsch und Verteidiger Arjan Malic sind nach ihren Roten Karten beim Liga-2:2 gegen Ried nicht dabei. Dennoch sind die Rollen klar verteilt.
„Skandal“ und „Wrestlingkampf“: Ingolitsch über seine Rote Karte
Die favorisierten Grazer sind aber gewarnt. „Im Cup gelten bekanntlich eigene Gesetze, auf uns wartet ein K.o.-Duell in einem für uns neuen Stadion“, sagte Ingolitsch mit Blick auf die modernisierte Arena in Lustenau. Der Sturm-Coach sprach von einer „enorm schwierigen Aufgabe“ gegen einen „unangenehmen“ Gegner. Die Marschroute ist klar: „Der Cup hat für uns als Verein, für die Spieler und auch für die Fans einen enorm hohen Stellenwert – dementsprechend fahren wir mit dem klaren Ziel nach Lustenau, die nächste Runde zu erreichen.“
Dass Ingolitsch nicht auf der Trainerbank sitzen wird, sei nicht optimal. „Ich habe aber vollstes Vertrauen in mein Trainerteam, dieses Spiel auch ohne mich zu coachen“, betonte er. Auch die Malic-Sperre würde enorm schmerzen. Ob Jürgen Heil nach Wadenproblemen einsatzbereit ist, entscheidet sich kurzfristig.
Lustenau will Chance nutzen
Die Lustenauer wollen sich fünf Tage nach dem 1:5 in der Liga bei Tabellenführer Rapid hingegen rehabilitieren, einfach wird es allerdings nicht. „Wir spielen gegen einen Gegner, der zuletzt sehr positive und starke Ergebnisse eingefahren hat“, sagte Coach Markus Mader mit Blick auf das 1:0 der Grazer in der Europa League gegen Olympique Marseille oder das 6:1 im Derby gegen den GAK. „Es wird eine schwere Aufgabe.“
Die Vorarlberger glauben aber an den Aufstieg. „Wir müssen mutig sein, frech sein und unser Spiel spielen. So wie wir es heuer schon oft gemacht haben, dann haben wir Chancen auf die Überraschung“, betonte Mader. Zuversichtlich stimmt die Lustenauer das erste Saisonduell, vor zwei Monaten hatte es in Graz-Liebenau ein 1:1 gegeben. Das sei eine sehr gute Leistung gewesen, blickte Mader zurück. Aber Sturm sei damals noch nicht auf dem Level gewesen wie jetzt. „Wir können einige Lehren daraus ziehen und haben dort gesehen, dass Sturm auch verwundbar ist.“
