Parensens Personal-Puzzle: Was passiert mit Kiteishvili, Wüthrich, Yalcouye und Co.?
Bei Sturm Graz bahnt sich im kommenden Sommer ein personeller Umbruch an. Mehrere Spieler könnten den Klub verlassen, darunter auch Leistungsträger wie Otar Kiteishvili, Gregory Wüthrich oder Malick Yalcouye. Auf Sturm-Sportchef Michael Parensen warten geschäftige Wochen, in denen die Zukunft von zahlreichen Personalien geklärt werden muss.
Bei „Talk und Tore“ hat sich Parensen zu verschiedensten Personalien geäußert und Einblicke in die Zukunftsplanungen der Grazer gegeben. Generell wollte der im Winter von Union Berlin verpflichtete Sportchef nicht von einem großen Umbruch beim amtierenden Meister sprechen.
„Wir hatten im Winter sehr wenig Bewegung und das wird im Sommer mehr werden. Wie groß der Umbruch sein wird, hängt davon ab, wie die Saison endet und in welchem internationalen Bewerb wir am Ende landen. Das gilt es bestmöglich zu managen. Es sind viele Spieler da, die große Erfolge mit dem Verein gefeiert haben oder gekommen sind, um sich in den Vordergrund zu spielen. Dem werden wir Rechnung tragen im Sommer. Vom ganz großen Umbruch möchte ich noch nicht sprechen“, erklärte Parensen.
Die Betonung liegt dabei auf „noch“. Denn bei zahlreichen Sturm-Akteuren liegt die Vermutung nahe, dass der nächste Schritt in der Karriere oder eine sportliche Veränderung bevorstehen könnte.
Was macht Unterschiedsspieler Kiteishvili?
Ein besonders schmerzlicher Verlust für die Grazer wäre Unterschiedsspieler Otar Kiteishvili, der mit zwölf Toren und drei Assists – gleichauf mit dem im Winter abgewanderten Mika Biereth – aktuell Topscorer bei Sturm ist.
Der Georgier hatte erst Anfang Jänner seinen Vertrag vorzeitig um ein weiteres Jahr bis 2027 verlängert. Große Sorgen um einen Abgang seines Starspielers macht sich Parensen daher momentan noch nicht.
„Angst, dass er geht, habe ich nicht. Er weiß, was er am Verein hat, und wir wissen, was wir an ihm haben. Wenn man sieht, dass die Fans ihn nach jedem Spiel feiern, bekommt er das auch mit. Diese Wertschätzung tut ihm gut. Wir schauen weiter gemeinsam in die Zukunft“, zeigte sich Parensen zuversichtlich.
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Wüthrich schwankt noch
Anders hörten sich Parensens Worte bei der Personalie Gregory Wüthrich an, dessen Vertrag mit Saisonende ausläuft. Der Schweizer stand bereits in den vergangenen beiden Transferperioden vor einem Abschied aus Graz. Die angestrebten Wechsel nach Augsburg und Köln scheiterten jedoch beide am Medizincheck.
Parensen ließ durchklingen, dass ein Abschied aus Graz im Sommer weiter ein Thema für den Schweizer ist: „Vielleicht möchte er sich auch nochmal selbst einen Traum erfüllen. Wir sind dazu aktuell in sehr guten, offenen Gesprächen und wir werden schauen, wohin die führen. Er hat viel mit dem Verein gewonnen und ist den Weg lange mitgegangen. Es ist natürlich, sich zu fragen, was noch möglich ist. Ich glaube, dass sein Status gerade ist, herauszufinden, ob er sich der Aufgabe Sturm Graz nochmal hundert Prozent widmen kann.“
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Chance auf Yalcouye-Verbleib „eher gering“
Ein weiterer Akteur, der sich bei den Blackies in dieser Saison zur unverzichtbaren Stütze entwickelt hat, ist Shootingstar Malick Yalcouye. Der Malier ist aktuell von Premier-League-Klub Brighton an die Grazer ausgeliehen, eine Kaufoption für das große Talent besitzt Sturm nicht.
Daher hält Parensen die Chancen auf einen Verbleib von Zweikampfmaschine Yalcouye an der Mur – nach aktuellem Stand der Dinge – für unwahrscheinlich.
„Er ist etwas ganz Besonderes für die Liga, weil er verrückte Sachen macht und abseits des Platzes ein schüchterner Mensch ist. Auf dem Fußballplatz siehst du, was für Freude in diesem Menschen steckt. Das zeigt er uns in jedem Training, sodass wir total glücklich sind, ihn zu haben. Aktuell gehört er Brighton. Es wird sehr, sehr schwierig, ihn zu überzeugen, noch ein Jahr beim SK Sturm zu verbringen. Wir werden alles dafür geben, aber ich halte die Chancen aktuell für sehr gering“, erklärte der Sturm-Sportchef.
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Parensen weiter von Aiwu überzeugt
Immer wieder Kritik anhören musste sich auch Sommerneuzugang Emanuel Aiwu. Beim Ex-Rapidler ist Parensen jedoch überzeugt, dass sich der Innenverteidiger stabilisieren wird.
„Er ist ein fester Bestandteil unseres Teams, ist aber auch erst neu hinzugekommen. Dafür hat er es sehr gut gemacht. Er hat eine sehr verantwortungsvolle Position in der Innenverteidigung. Er hatte auch einige Fehler dabei, aber das ist ihm und uns bewusst und daran arbeiten wir. Ich bin überzeugt, dass der gemeinsame Weg weitergeht“, sagte Parensen.
Kommt Malone im Sommer?
Auch auf der Zugangsseite kamen zuletzt immer wieder Gerüchte über ein Interesse der Grazer an Angreifer Maurice Malone auf. Der Deutsche ist derzeit vom FC Basel an Sturms Meisterkonkurrent Austria Wien verliehen und spielt mit 14 Torbeteiligungen (zehn Tore, vier Vorlagen) in 28 Spielen eine starke Bundesligasaison für die Veilchen.

Aktuell sei der Angreifer bei den Grazer aber kein Thema: „Ich weiß nicht, woher das Gerücht kommt. Er war immer wieder Thema bei Sturm Graz, daher ist es naheliegend, dass das wieder ins Gespräch gebracht wird. Damit beschäftigen wir uns aktuell aber nicht“, stellte Parensen klar.
Malone zu Sturm Graz? Parensen nimmt Stellung
Gerade weil den Grazern möglicherweise im Sommer mit William Böving ein weiterer wichtiger Angreifer wegbricht, könnte die Aktie Malone beim SK Sturm in den kommenden Wochen wieder an Fahrt aufnehmen.
Parensen will mehr Fokus auf junge Spieler richten
Für die Zukunft kündigte Parensen an, noch stärker auf die Einbindung und Entwicklung der eigenen Jugendspieler aus der hauseigenen Akademie in die Kampfmannschaft zu achten.
„Wir werden aber das Augenmerk auf die eigene Akademie und nationale Spieler legen. Je jünger wir werden, desto mehr Sturm-Spieler sind in den Junioren-Nationalteams dabei und je älter wir werden, desto mehr fehlen sie aktuell. Ich bin der Meinung, dass es viele große Talente in Österreich gibt und die Nationalmannschaft eine gute Rolle spielen kann. Wir wollen unseren Beitrag dazu leisten und Talente entwickeln und gleichzeitig bestmögliche Erfolge feiern. Das wird die Aufgabe sein, sowohl die internationale Philosophie zu fahren, junge Spieler zu verpflichten aber auch den eigenen Nachwuchs nicht zu vergessen“, sagte Parensen.
„Talk & Tore“ mit Michael Parensen, Walter Kogler und Angelo Gattermayer
Bild: GEPA