Pröll sieht WM-Euphorie als Chance für neues Nationalstadion

Die erste WM-Teilnahme Österreichs seit 1998 könnte nicht nur sportlich, sondern auch infrastrukturell wichtige Impulse setzen. ÖFB-Aufsichtsratschef Josef Pröll hofft, dass die Begeisterung rund um das Turnier in den USA, Kanada und Mexiko dem Projekt eines Nationalstadions neuen Schwung verleiht.

„Wir wünschen uns eine Multifunktionsarena für Österreich“, sagt Pröll im APA-Interview. Der 57-Jährige glaubt, dass sportlicher Erfolg die öffentliche Unterstützung für das Vorhaben stärken könnte. „Ich glaube schon, dass vom sportlichen Erfolg bei der WM, von dieser Euphorie, ein Rückwind für dieses Projekt in der Bevölkerung entstehen kann.“

Als Vorbild nennt Pröll die WM-Spielstätten in den USA. „Die suchen ihresgleichen und setzen international Benchmarks bei der Funktionalität. Das zusammen kann in dieser Frage durchaus etwas bewegen.“

 

Sportlich peilt der ÖFB das zumindest das Erreichen der K.-o.-Phase an. „Das Sechzehntelfinale ist natürlich angestrebt“, erklärte Pröll. Gelinge es der Mannschaft von Teamchef Ralf Rangnick, erneut offensiven und begeisternden Fußball zu zeigen, könne die WM auch dem gesamten österreichischen Fußball einen Schub verleihen.

Für Pröll wäre es ein Erfolg, wenn die Mannschaft nicht nur sportlich überzeugt, sondern die entstandene Euphorie nachhaltig genutzt werden kann – möglicherweise auch für die Diskussion um ein Nationalstadion.

Werbung

(APA/red.) / Artikelbild: GEPA