Protest erfolgreich: Sperre gegen Strauss aufgehoben
Erleichterung bei Blau-Weiß Linz: Das Protestkomitee der österreichischen Fußball-Bundesliga hat die Sperre gegen Fabio Strauss aufgehoben.
Der 30-jährige Abwehrspieler hatte bei der 1:3-Niederlage gegen Austria Klagenfurt die Rote Karte gesehen. Eine Sperre wird es nun aber nicht geben – die zunächst ausgesprochene Strafe von einem Spiel wird ausgesetzt. Strauss ist am kommenden Samstag im Linzer Derby gegen den LASK (ab 19 Uhr live & exklusiv auf Sky Sport Austria – streame das Spiel mit dem Sky X-Traumpass) wieder einsatzberechtigt.
Strauss-Sperre: Das Statement der Bundesliga im Wortlaut
Das Protestkomitee hat die Sperre von einem Spiel gegen Fabio Strauss vom FC Blau Weiß Linz nach seiner Roten Karte im Meisterschaftsspiel gegen SK Austria Klagenfurt am 31.08.2024 aufgehoben.
Die Gremien der Bundesliga können gemäß FIFA- und ÖFB-Bestimmungen bei offensichtlichen Fehlentscheidungen die grundsätzlich auf eine Rote Karte verpflichtend folgende Sperre aufheben. Diese Vorgangsweise wurde im vorliegenden Fall angewandt, Fabio Strauss ist damit ab sofort wieder spielberechtigt.
Unverständnis nach Roter Karte
Strauss spielte bei einem Rettungsversuch gegen Klagenfurt Angreifer Ben Bobzien als letzter Mann den Ball weg. Bobzien ging zu Boden, das Schiedsrichterteam um Julian Weinberger entschied auf Notbremse und Platzverweis. Der Verteidiger wurde in der Folge vom Strafsenat für ein Spiel gesperrt. Die Linzer legten am gestrigen Dienstag gegen die Sperre Protest ein. Der VAR Österreich hatte einen Fehler bei der Bewertung der Szene eingestanden.
„Der BWL-Verteidiger #2 (Anm.: Fabio Strauss) spielt den Ball in dieser Szene eindeutig in einem korrekten Zweikampf ohne Vergehen. Der VAR sollte dem Schiedsrichter einen ‚On-Field-Review‘ empfehlen und der Schiedsrichter die Rote Karte für den Verteidiger zurücknehmen„, heißt es auf der offiziellen Webseite des VAR Österreich.
Deutliche Scheiblehner-Kritik
„Was sich die Schiedsrichter Woche für Woche leisten, ist nicht nachvollziehbar. Da gibt es Fehlentscheidungen am laufenden Band, das grenzt schon an Unfairness und Verhöhnung. Es ist höchste Zeit, dass die Schiedsrichter auch einmal über ihre Leistungen nachdenken. Ich sage nur schöne Grüße an den Herrn Kassai (Anm.: ÖFB-Schiedsrichter-Chef), der immer alles schönredet“, kritisierte Blau-Weiß-Trainer Gerald Scheiblehner die Leistung der Unparteiischen nach dem Spiel in Klagenfurt deutlich.
Scheiblehner nach Strauss-Platzverweis: „Es wird Zeit, dass man die Schiedsrichter schult“
(Red.) / Bild: GEPA
