Österreichs Nationalteam hat in Irland nach 0:2-Rückstand noch einen Punkt geholt, der in der Endabrechnung der Nations

Rangnick trotz Punktgewinn in Irland nicht ganz sorglos

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Österreichs Nationalteam hat in Irland nach 0:2-Rückstand noch einen Punkt geholt, der in der Endabrechnung der Nations League Gold wert sein könnte.

Mit sieben Zählern nach drei Spielen reist die ÖFB-Auswahl am Freitagnachmittag als klarer Tabellenführer weiter in den Kosovo. Das Ziel Wiederaufstieg in die Liga A wird zusehends realistischer. Mit der Leistung in der ersten Hälfte war Teamchef Ralf Rangnick beim 2:2 in Dublin aber alles andere als zufrieden.

In den ersten 20 Minuten hätten die Iren „in fast allen relevanten Bereichen dominiert“, bekrittelte Rangnick. Für beide Teams war es das dritte Länderspiel innerhalb einer Woche. „Ich glaube nicht, dass die ersten 20 Minuten ein Frischeproblem waren“, meinte Rangnick. „Wenn, dann eher ein Problem der geistigen Frische.“ Man habe die Mannschaft eigentlich auf die Atmosphäre und die physische Spielweise der Iren vorbereitet. „Wir waren aber in der ersten Hälfte nicht auf dem Level, wo du sein musst, wenn du hier etwas reißen möchtest.“

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Kaderbreite als Trumpf

Rangnick hatte seine Startformation erneut an sechs Positionen umgestellt. Bei den Heimsiegen gegen Israel und Kosovo (jeweils 3:1) hatte es jeweils ein Tor von eingewechselten ÖFB-Spielern gegeben, diesmal waren es sogar alle beide. „Das zeigt schon auch, dass wir in der Breite die Möglichkeit haben, in so einem Spiel nochmal richtig nachzulegen“, sagte Rangnick. Mit Ausnahme des erstmals einberufenen Innenverteidigers Felix Bacher sind alle einberufenen Feldspieler in diesem Lehrgang bereits zum Einsatz gekommen.

Einzig die Mittelfeldakteure Xaver Schlager, Nicolas Seiwald, Romano Schmid und Patrick Wimmer standen in allen drei bisherigen Partien nach der WM in der Startformation. „Wimmsi hat sich bei uns jetzt zurecht einen Platz in der ersten Elf geholt“, meinte Rangnick. Der Hoffenheim-Profi habe zwar noch nicht jeden Ball dorthin gebracht, wo er hätte hinkommen sollen. „Insgesamt gibt er uns aber extrem viel Energie mit seinen Tempoläufen in die Tiefe und auch im Spiel gegen den Ball. Deswegen bin ich froh, dass er wieder auf diesem Formniveau ist.“

Als Lohn für eine deutlich stärkere zweite Hälfte holten die Österreicher noch ein Remis. „Wenn man 0:2 hinten liegt und so eine erste Hälfte spielt, können wir mit dem Ergebnis am Ende schon leben“, sagte Rangnick. Auch wenn man dem entscheidenden Tor im Finish sogar deutlich näher gewesen sei. „Die Iren waren bis zur Pause richtig gut. Das lag aber auch an unserer Leistung, die in der ersten Hälfte nicht gut war. In den letzten zehn Minuten haben die Iren dann schon ein bisschen Mühe gehabt, das Tempo mitzugehen.“

Gastspiel im Kosovo steht bevor

Die Österreicher wollen den Schwung nach Prishtina mitnehmen, wo am Sonntag (18.00 Uhr) gegen den von Ex-ÖFB-Teamchef Franco Foda betreuten Kosovo die Rückrunde der Nations-League-Gruppenphase eingeläutet wird. Zumindest ein Punkt wie in Irland ist das Ziel. Der Auftritt in der jungen Balkan-Republik ist der Abschluss des auf vier Partien ausgeweiteten Länderspielfensters, danach geht es für die ÖFB-Kicker bis Mitte November zurück zu ihren Clubs.

„Jedem Nationaltrainer wäre es lieber, er hätte einen fünften Lehrgang im Jahr, wie es bisher immer war – alleine, um die Jungs noch einmal öfter zu sehen und Kontakt mit den Spielern zu haben“, erklärte Rangnick. „Aber es ist so, es geht allen gleich.“ Aufgrund des dichten Programmes habe man bewusst gesagt, man wolle versuchen, in jedem Spiel mit möglichst ausgeruhten Spielern an den Start zu gehen. „Jetzt müssen wir wieder schauen, wer bis Sonntag ‚completely reloaded‘ ist.“ Das geplante Training am Freitagvormittag in Dublin wurde abgesagt.

Umstellungen wird es in Prishtina neuerlich geben. Unter anderem steht Abwehrspieler Kevin Danso nach seiner Sperre wieder zur Verfügung. Auch der diesmal im Angriff nicht eingesetzte Junior Adamu, der im Hinspiel gegen die Foda-Elf getroffen hatte, dürfte wieder ein Thema sein – zumal Sasa Kalajdzic in Dublin erstmals seit fünf Jahren und erst zum zweiten Mal in seiner Karriere ein Länderspiel über die vollen 90 Minuten bestritt. Die ÖFB-Elf hofft, ihre Auswärtsbilanz aufzupolieren. Seit der EM 2024 gab es in neun Auswärtspartien vier Siege, zwei Remis und drei Niederlagen.

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