Rapid elf Spiele ohne Derbysieg: Wenn nicht jetzt, wann dann?

Der SK Rapid wartet seit mehr als vier Jahren auf einen Sieg im Wiener Derby. Elf Spiele in Serie gewannen die Hütteldorfer gegen Erzrivale Austria Wien nicht .

Vor dem 341. Wiener Derby (am Sonntag ab 16:30 Uhr live auf Sky Sport Austria 1 – streame mit dem SkyX-Traumpass) stehen die Vorzeichen für Rapid nicht schlecht – oder zumindest besser als bei der Austria.

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In den letzten Wochen überzeugten die Grün-Weißen spielerisch. Belohnen konnte sich die Mannschaft von Trainer Zoran Barisic dafür kaum. In den vergangenen vier Bundesligaspielen holte Rapid keinen Sieg. Insgesamt holten die Hütteldorfer gegen die WSG Tirol (1:1), Red Bull Salzburg (0:2), den WAC (3:3) und Sturm (1:1) nur drei Punkte aus vier Spielen. Mit zehn Zählern liegt Rapid nach acht Runden auf dem siebten Rang. Unter der Woche hatte Rapid in der zweiten ÖFB-Cup-Runde bei Regionalligist Union Gurten Probleme, letztlich setzten sich die Hütteldorfer aber durch (5:2 n.V.).

Im Gegensatz zu Rapid tut sich die Austria aktuell nicht nur mit dem Siegen schwer, sondern glänzt auch auf dem Rasen selten. Der Abgang von Angreifer Haris Tabakovic hat die Veilchen schwer getroffen. Dem Team von Coach Michael Wimmer geht ein Stoßstürmer ab, der den Ball festmachen kann. Lichtblick in der Offensive ist Andreas Gruber mit vier Toren. Unter dem Strich sind fünf Punkte nach acht Runden viel zu wenig für die Ansprüche der Favoritner. Die letzten Pleiten in Hartberg und Altach haben die Krise der Veilchen verschärft. Ein kleines Erfolgserlebnis gelang im ÖFB-Cup, wo die Violetten bei St. Anna/Aigen aus der Regionalliga souverän mit 4:0 siegten.

VIDEO-Highlights: Austria Wien – SK Rapid 1:3 (01.09.2019)

Derby-Statistik spricht für die Austria

In den Wiener Derbys hatte die Austria zuletzt allerdings die Überhand. In der Saison 2022/23 gewann die Austria drei der vier Duelle mit Rapid, eine Partie endete Unentschieden. In den letzten elf Derbys holten die Veilchen drei Siege, zudem gab es achtmal ein Remis.

Den letzten Derbysieg der Hütteldorfer gab es am 1. September 2019. Damals siegte Rapid mit 3:1. Die Tore erzielten Thomas Murg, Taxiarchis Fountas und Aliou Badji für Rapid, Christoph Monschein war für die Austria erfolgreich.

Interessant: Mit Maximilian Hofmann, Paul Gartler und Thorsten Schick (Rapid) sowie Dominik Fitz und Johannes Handl (Austria) stehen nur fünf Spieler aus der damaligen Zeit heute noch bei den jeweiligen Vereinen unter Vertrag. In der Startelf stand im 329. Wiener Derby vor vier Jahren lediglich Austria-Defensivspieler Handl.

Aufstellung Austria Wien

Aufstellung SK Rapid

Rapid im 341. Wiener Derby leicht favorisiert

Rapid geht sicherlich als leichter Favorit ins bevorstehende 341. Wiener Derby. Wermutstropfen auf Seiten der Hütteldorfer ist der Ausfall von Kapitän und Torjäger Guido Burgstaller. Das langfristige Fehlen von Abwehrspieler Nenad Cvetkovic beeinflusst die Stabilität der Rapid-Defensive bereits seit Wochen.

Mit Marco Grüll, Matthias Seidl und Nicolas Kühn kann Trainer Barisic allerdings auf drei wichtige Offensivkräfte bauen. Neuzugang Lukas Grgic könnte nach zwei Kurzeinsätzen in der Bundesliga und seinem Startelf-Debüt im Cup ein Kandidat für die Anfangsformation werden.

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Bei der Austria drückt der Schuh seit Wochen in der Verteidigung. Tormann Christian Früchtl war zuletzt nicht immer sattelfest, in der Dreierkette hat Cheftrainer Michael Wimmer noch nicht die richtige Mischung gefunden. Lucas Galvao wird nach seiner Gelb-Roten Karte am letzten Wochenende fehlen.

Im Veilchen-Angriff ist die Lage angespannt, da Dominik Fitz ohne seinen kongenialen Partner Tabakovic nicht mehr so gut performt. Neuzugang Alexander Schmidt brachte es erst auf vier Kurzeinsätze, Muharem Huskovic erzielte in sieben Bundesligaspielen kein einziges Tor. Damit ruhen die Offensiv-Hoffnungen wohl auf Andreas Gruber, der in der aktuellen Spielzeit als einziger Austrianer konstant traf. Fisnik Asllani könnte gegen Rapid derweil in die Startelf zurückkehren.

Derbysieg als Wegweiser für die nächsten Spiele?

Ein Derbysieg wäre für beide Wiener Großklubs ein riesiger Befreiungsschlag.

Die Austria könnte mit einem Erfolgserlebnis die Trägheit aus den letzten Wochen ablegen und in der Tabelle etwas nach oben klettern. Außerdem würden die Violetten bei einem Sieg oder Remis ihre eindrucksvolle Serie gegen Rapid ausbauen.

Rapid will nach der starken Leistung gegen Sturm nachlegen und nach vier Spielen wieder auf die Siegerstraße zurückkehren. In weiterer Folge könnten die Grün-Weißen in der Tabelle nach oben blicken und sich in Richtung der Top vier bewegen. Wenn nicht jetzt, wann dann, Rapid?

Für Austria Wien spricht vor dem 341. Wiener Derby nur die Statistik

Verfasst von: Mathias Blaas

Bild: GEPA