Rapid legt Protest gegen Seidl-Sperre ein

Der SK Rapid wird gegen die Sperre von Klubkapitän Matthias Seidl Protest einlegen. Das kündigte Sportchef Markus Katzer bei der Pressekonferenz vor dem 350. Wiener Derby an. 

Seidl war nach seinem Frustfoul in der Nachspielzeit gegen den LASK für zwei Spiele gesperrt worden. Damit würde der Offensivspieler die beiden verbleibenden Saisonspiele in der Meistergruppe der ADMIRAL Bundesliga verpassen.

Wie Rapid-Sportchef Katzer bei der Pressekonferenz vor dem Derby ankündigte, wird der SK Rapid gegen die Sperre Protest einlegen. Sollte dieser erfolglos bleiben, könnte die Saison des SCR-Profis vorzeitig beendet sein. Das wäre der Fall, sofern Rapid nicht noch auf den fünften Platz zurückfällt und im ligainternen Europacup-Playoff antreten müsste.

Die Rote Karte von Rapid-Kapitän Seidl im VIDEO

Kein großer Rapid-Umbruch geplant

Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren dürfte sich bei Rapid die Personalfluktuation in diesem Sommer in Grenzen halten. Katzer betonte am Freitag, man wolle „keinen großen Umbruch“, sondern plane nur „punktuelle Verstärkungen“. Bisher einziger fixer Abgang ist Tobias Börkeeiet, der am Sonntag im Zuge des Derbys gegen die Austria offiziell verabschiedet wird. Weitere Spieler könnten in den kommenden Wochen folgen.

Als Wechselkandidaten, für die man Ablöse kassieren würde, gelten unter anderem Nikolaus Wurmbrand, Serge-Philippe Raux-Yao und Bendeguz Bolla. „Es gibt Interesse an einigen unserer Spieler. Wenn sie uns verlassen sollten, ist es unsere Absicht, nicht nur extern, sondern auch intern nachzubesetzen“, erklärte Katzer.

Katzer über Transfers: „Wollen nicht den großen Umbruch“

Katzer will aus Vergangenheit lernen

Im Sommer des Vorjahres kamen neun Neue, darunter kurz vor Transferschluss Tobias Gulliksen, Martin Ndzie und Marco Tilio. Dieses Trio erwies sich bisher aus verschiedensten Gründen nicht als Verstärkung. Man werde in die bevorstehenden Transferaktivitäten „die Erfahrungen der Vergangenheit einfließen lassen“, versprach Katzer. „Fakt ist, je später der Transfer passiert, desto schwieriger ist es für den Spieler, schnell auf ein gutes Niveau zu kommen.“ Man habe gemerkt, „dass es eine lange Integrationszeit benötigt, wenn man starke Veränderungen vornimmt“.

Katzer verwies im Zusammenhang mit Neuzugängen auf die vielen momentan verletzten Kicker, die in der neuen Spielzeit wieder zur Verfügung stehen. Dazu zählen etwa Ndzie, Daniel Nunoo und Claudy Mbuyi. Letzterer wird laut Katzer besonders vermisst. „Sein Ausfall hat uns am meisten wehgetan“, sagte der Sportchef.

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(APA/Red.) / Bild: GEPA