Rückblick: „Sehr peinlich“ – Salzburgs letzte Liga-Heimniederlage gegen Sturm
Der 21. November 2020 – so lange liegt der letzte Sieg des SK Sturm Graz in der ADMIRAL Bundesliga beim FC Red Bull Salzburg zurück.* Damals gewannen die Grazer in der Mozartstadt mit 3:1 (0:0). Jakob Jantscher avancierte mit einem Doppelpack zum Matchwinner.
„Das war sehr peinlich von uns“, sagte ein verägerter Salzburg-Tormann Cican Stankovic nach der Pleite in Runde acht im Sky-Interview. Diese Einschätzung passte vor allem zur ersten Viertelstunde nach der Pause. Da leitete Ivan Ljubic (48.) den Gäste-Sieg ein und ließ Jakob Jantscher einen Doppelpack (53., 59.) folgen.

„Das einzig Positive war, dass keine Zuschauer da waren“
„Wir waren nicht wir, und Sturm hat so gespielt, wie wir spielen wollten. Das war der Grund, warum wir verloren haben“, analysierte der ÖFB-Teamtormann am Sky-Mikro. Die erste Hälfte sei schon „nicht gut genug“ gewesen, in der zweiten dann „sehr viel schiefgegangen“. „Es tut richtig weh. Das einzig Positive war, dass keine Zuschauer da waren“, verlautete Stankovic. Aufgrund der Corona-Pandemie waren keine Zuschauer im Stadion zugelassen.
Coach Jesse Marsch sah das nach der damals zweiten Liga-Niederlage in Folge ähnlich. „Ich bin sehr, sehr enttäuscht. Sturm hatte viel mehr Wille als wir, hat mehr Zweikämpfe, Laufduelle und auch Luftduelle gewonnen. Wir waren in fast jeder Situation Zweiter“, musste der US-Amerikaner eingestehen.
Seiwald mit Bundesliga-Debüt
Marsch schonte vor dem Rückspiel in der UEFA Champions League beim FC Bayern einige Stammspieler. Ohne Maximilian Wöber und Andreas Ulmer fehlte der Abwehr die Stabilität. Ein gewisser Nicolas Seiwald feierte sein Debüt. Auch im Spiel nach vorne blieben die „Bullen“ vieles schuldig, schön herausgespielte Topchancen waren Mangelware, der sehenswerte Ehrentreffer von Mergim Berisha (86.) die Ausnahme.

Die Leistung der Grazer war an diesem Tag beeindruckend. Sie erkämpften sich den dritten Saisonsieg mit einem mutigen und aggressiven Spiel von Beginn an. „Wir haben uns den Sieg hier zugetraut, das ist in der Herangehensweise enorm wichtig“, betonte Sturm-Trainer Christian Ilzer.
„Wunderschöner Abend“ für Ilzer
Sturm kletterte durch den Sieg in der Tabelle auf Rang vier, der Rückstand auf Salzburg wurde auf sieben Zähler verringert. „Es ist ein wunderschöner Abend, den wir so schnell nicht vergessen. Solche Erlebnisse sind extrem wertvoll“, so Ilzer.
So spielte Salzburg:

So spielte Sturm:

*Im ÖFB-Cup liegt der letzte Grazer Sieg in Salzburg erst knapp ein Jahr zurück. Auf dem Weg zum Cup-Triumph siegte der SK Sturm nach Elfmeterschießen in Wals-Siezenheim.
Bild: GEPA
