Russell Silverstone

Russell & Hamilton mit Rückenwind vor Heim-GP in Silverstone

Nach fünf Siegen des Italieners WM-Leader Kimi Antonelli sind die beiden vergangenen Formel-1-WM-Rennen an Briten gegangen.

Lewis Hamilton gewann im Ferrari in Barcelona, Antonellis Mercedes-Teamkollege George Russell am Sonntag auf dem Red Bull Ring in Spielberg. Am Sonntag (LIVE ab 14 Uhr auf Sky Sport F1!) will das Duo in Silverstone mit Heimvorteil nachlegen, deren Landsmann und Weltmeister Lando Norris ein Wörtchen mitreden. Doch nicht nur Max Verstappen möchte da reinfunken.

„Musste lachen“: Verstappen mit Bedenken vor Silverstone

Für das Zuschauer-Interesse des 60. Silverstone-Rennens sollte die Hochform der britischen Piloten gerade recht kommen. Bei Hamiltons erstem Ferrari-Triumph Mitte Juni in Spanien gab es mit Russell und Norris auf den Plätzen den ersten Dreifach-Erfolg in einem Grand Prix für Großbritannien seit 1968. Russell jedenfalls will das Momentum aus der Steiermark mitnehmen. „Es mag wieder ein großartiges Wochenende für uns werden, aber es könnte auch Max gewinnen“, ist sich Russell der vom vierfachen Weltmeister ausgehenden Gefahr bewusst.

Mit Rang zwei in Spielberg war der Niederländer so knapp am Sieg wie heuer noch nie. Die zum Heimrennen seines Teams Red Bull mitgebrachten Updates hatten voll eingeschlagen. Silverstone aber ist anders. „Ich musste lachen“, berichtete Verstappen über seine Reaktion auf ein paar zuletzt am Simulator gedrehte Silverstone-Runden. Durch lange Geraden und schnelle Kurven bestehen am Traditionskurs weniger Möglichkeiten zur Energierückgewinnung. Daher kommt es in Silverstone mehr darauf an, die Energie über die gesamte Runde hinweg effektiv zu steuern.

Sprint-Format wird fünf Jahre alt

„Es wird anders zu fahren sein als wir es von Silverstone gewohnt sind“, führte Verstappen aus. „Es wird ein hartes Rennen.“ Der 28-Jährige ist im neunten WM-Lauf des Jahres gewillt, seinen mit 98 Punkten beträchtlichen Rückstand auf Antonelli weiter zu reduzieren. Mit 8 von 22 Rennen ist freilich erst rund ein Drittel der Rennen gefahren. Bei den Sprints beginnt hingegen in Silverstone mit dem vierten von sechsten Kurzrennen (Samstag LIVE ab 12:30 Uhr auf Sky Sport F1!)) die zweite Halbzeit. Das Sprint-Format gibt es fünf Jahre, in Silverstone hatte es Mitte Juli 2021 die Premiere gegeben.

Für den Wiener Toto Wolff geht es von einem zum nächsten Heimrennen, der Mercedes-Teamchef fiebert nur wenige Kilometer vom Teamstützpunkt dem Wochenende entgegen. „Silverstone ist einer der Höhepunkte im Rennkalender. Die Rennstrecke ist großartig, die Fans sorgen für eine einzigartige Atmosphäre.“ Durch Antonellis dritten Platz holten die „Silberpfeile“ beim GP von Österreich erneut ein Doppelpodest. „Wir sind jedoch nicht in der Position, davon auszugehen, dass sich das fortsetzen wird“, meinte er womöglich tiefstapelnd.

Hamilton in Silverstone „Heim-Rekordler“

Das Feld ist in den vergangenen Rennen durch die diversen eingebrachten Updates aber tatsächlich näher zusammengerückt. Wolff: „Das Feld liegt zu eng beieinander, die Reihenfolge ändert sich zu schnell und was in der einen Woche noch wettbewerbsfähig aussah, kann in der nächsten ganz anders aussehen. Das ist die Realität der aktuellen Situation in der F1.“ Mit sieben Siegen in acht Rennen ist Mercedes freilich das bisher klar dominierende Team. Und Antonelli wird nach dem Ausfall von Barcelona und Rang drei in Barcelona voll motiviert sein, wieder zuzuschlagen.

Verstappen fordert Mercedes – Befreiungsschlag für Russell

Während Teams wie Red Bull und McLaren noch auf einen Saisonsieg warten, hat diesen Ferrari durch Hamilton bereits eingefahren. Klar soll da aber noch mehr kommen, und Hamilton hat als neunfacher Silverstone-Sieger beste Voraussetzungen dafür. Mit 14 Podestplätzen auf dieser Strecke hat der 106-fache Grand-Prix-Gewinner mehr stehen als jeder andere Fahrer bei einem Heimrennen. In Spielberg wurde Hamilton Fünfter. „Es geht nun darum, Konstanz zu finden und aus jedem Wochenende das Bestmögliche herauszuholen.“ 46 Punkte trennen ihn von Antonelli, sechs von Russell.

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