„Musste lachen“: Verstappen mit Bedenken vor Silverstone
Nach seinem besten Rennen der bisherigen Saison blickt Max Verstappen mit Bedenken voraus auf den Großen Preis von Großbritannien.
„Ich liebe die Strecke, aber ich bin ein paar Runden im Simulator gefahren und musste anfangen zu lachen“, sagte der viermalige Weltmeister nach seinem zweiten Platz in Österreich. Silverstone, wo die Formel 1 am Wochenende in ihren neunten von 22 WM-Läufen geht, „fühlte sich ehrlich gesagt wie eine andere Strecke an, du hast kaum Batterie über die Runde, es ist einfach ständig Vollgas.“
Der Niederländer meint vor allem das neue Fahrgefühl durch die veränderten Antriebe. Seit dieser Saison beziehen die Motoren beinahe 50 Prozent Leistung von der Batterie – und die muss ständig wieder aufgeladen werden. In Österreich „hast du lange Geraden, dann starke Bremszonen, in denen du die Batterie laden kannst“, erklärte Verstappen. In Silverstone „hast du lange Geraden, aber dann zum Beispiel eine schnelle Kurve, sodass du die Batterie nicht wirklich laden kannst, und auf der nächsten Geraden hast du dann nicht viel zum Einsetzen. Das wird hart.“
Das nötige Elektro-Management führte bereits dazu, dass die Fahrer auf den Strecken gleichzeitig mit drastisch unterschiedlichen Geschwindigkeiten unterwegs waren. Die Formel 1 reagierte mit Anpassungen.
Anders als Verstappen freut sich Nico Hülkenberg auf Silverstone. „Coole Strecke, gute Erinnerungen, Jubiläum“, sagte er bei Sky. In Großbritannien hatte Hülkenberg im vergangenen Jahr als Sauber-Pilot das erste Formel-1-Podium seiner langen Karriere eingefahren: „Prinzipiell freue ich mich drauf. Highspeed-Strecke, flüssig, schnell. Ich glaube, das sollte unserem Paket auch ein bisschen besser schmecken.“ Bislang hat Audi erst zwei Punkte gesammelt.
