Satzgewinn zu wenig: Auftakt-Aus für Tagger in Wimbledon
ÖTV-Hoffnung Lilli Tagger scheidet in Wimbledon schon nach ihrer Auftaktpartie aus. Trotz einer starken Rückkehr im dritten Satz verliert sie gegen Lanlana Tararudee mit 6:7(3), 7:5, 4:6.
Schon der erste Satz endete haarscharf zulasten der Österreicherin mit 6:7, ehe ihr mit 7:5 ein starker zweiter Satz gelang. Im letzten bereits zwischenzeitlich mit 1:5 zurück, kämpfte sich Tagger nochmals stark heran, musste sich dann aber im finalen Satz mit 4:6 geschlagen geben.
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Für Tagger geht das Turnier nur noch im Doppel mit Anastasia Potapova weiter. Die 18-Jährige war gegen Tararudee, der sie in der dritten Quali-Runde der Australian Open 3:6,0:6 unterlegen war, diesmal lange auf Augenhöhe. Nach je zwei Breakchancen zu Beginn des Matches auf beiden Seiten ging Satz eins nach 58 Minuten ins Tiebreak. In diesem erarbeitete sich die Asiatin zum 4:3 ein Minibreak und sieben Minuten später hatte sie 7:3 gewonnen.
Tagger-Comeback in Satz drei zu wenig
Im zweiten Durchgang überzeugte Tararudee lange beim Aufschlag und ließ für Tagger, die immer wieder in Führung ging, kaum Punkte zu. Doch bei 6:5 bekam die Osttirolerin ihre Chance und nutzte ihren ersten Satzball nach zwölf Winnern nur im zweiten Durchgang zum Gleichstand. Durchgang drei begann nicht nach Wunsch des ÖTV-Teenagers. Der Schützling von Francesca Schiavone musste gleich das Service abgeben, Tararudee zog auf 2:0 davon.
Als Tagger dann erneut den Aufschlag zum 0:3 abgab, schien das Match entschieden. Ihre Gegnerin servierte stark und diktierte die Ballwechsel. Bei 1:5 bäumte sich Tagger nochmals auf, schaffte nach Abwehr eines Matchballs zum 3:5 ein Rebreak und verkürzte auf 4:5. Danach nutzte Tararudee aber ihre dritte Chance zum Aufstieg.
„Es war wieder ein extrem knappes Match, schade natürlich. Aber das erste Mal auf Rasen zu spielen, auch wenn ich verloren habe, hat mega Spaß gemacht“, erklärte Tagger, die den Schlüssel zu ihrer Niederlage Anfang des dritten Satzes sah. „Da war ich zu passiv, und sie hat angefangen, locker ihr Spiel zu spielen.“ Sie habe ihre Gegnerin zu weit wegziehen lassen. „Da war es schwer, das Match noch umzudrehen. Schade, aber es war ein guter Fight.“
Tagger spielt zunächst noch in Wimbledon Doppel, danach wird es nichts mit einem Trip zum WTA125-Sandturnier in Kitzbühel. „Wir werden nachher auf Hartplatz weitermachen, wahrscheinlich Athen und Prag spielen und unser Spiel auf Hartplatz weiterzuentwickeln.“ Sie hätte sehr gern in Österreich gespielt. „Leider fällt es blöd, weil es auf Sandplatz ist, aber sobald das nächste Turnier in Österreich ist, wo der richtige Belag zum richtigen Zeitpunkt ist, bin ich als Erste dabei“, versprach der Jungstar.
