„Spiel kaputt gemacht“: Salzburg erlebt Lehrstunde gegen Bayern
Erste Halbzeit hui, danach pfui: So lässt sich der Auftritt von Red Bull Salzburg im Fußball-Testschlager gegen Bayern München am Dreikönigstag zusammenfassen.
Auch die Analyse von Trainer Thomas Letsch hörte sich ähnlich an. „Es war eine gute erste Halbzeit, dann haben wir uns das Spiel kaputt gemacht“, sagte der Deutsche. Wenn man Spieler von dieser Klasse spielen lasse, stehe es am Ende eben 0:5. Trotz des Debakels gab es auch Sieger beim Vizemeister und Winterkönig.
Die waren vor der Pause vor 29.090 Zuschauern in Wals-Siezenheim im Einsatz. „Es haben einige Spieler aufgezeigt, vor allem Edmund Baidoo“, erläuterte Letsch. Der 19-Jährige aus Ghana bildete mit dem wiedergenesenen Karim Konate die Doppelspitze. Auch der 21-Jährige von der Elfenbeinküste deutete an, dass mit ihm nach überwundenem Kreuzbandriss im Frühjahr wieder zu rechnen sein wird. „Ich freue mich für ihn, dass er wieder fit ist. Er hat gezeigt, dass er brandgefährlich ist“, sagte Salzburgs Coach.
Tore hätte vor allem Sota Kitano machen können, es setzte sich allerdings die Salzburger Abschlussmisere aus dem Jahr 2025 fort. „Wir werden im Trainingslager intensiv an Dingen arbeiten, die 2025 nicht optimal gelaufen sind. Es geht darum, vorne in die Box intensiver reinzukommen, zielstrebiger zu agieren und vor allem über zwei Halbzeiten konstanter aufzutreten“, teilte Letsch mit. In Belek in der Türkei haben ab Donnerstag alle fitten Kaderspieler die Chance, sich für die Startelf im Europa-League-Heimspiel gegen den FC Basel am 22. Jänner zu empfehlen. „Eine Startelf steht für mich noch nicht“, betonte Letsch.
Salzburg-Kader auch für Letsch „zu groß“
Den Kader von 26 Spielern und vier Torleuten bezeichnete Letsch wie der neue Sport-Geschäftsführer Marcus Mann als „zu groß“. „Jedes Transferfenster bietet seine Möglichkeiten, der Charakter der Mannschaft passt, die spezielle Frage wird sein, wie können wir uns verbessern“, sagte der Trainer.
Mann betonte bei seiner Präsentation am Dienstag, dass Letsch „unser vollstes Vertrauen“ habe, man sich aber definitiv verbessern müsse. Dessen ist sich Letsch ohnehin bewusst. „Druck ist immer da, der kommt nie von außen, den stelle ich mir selber. Fakt ist, wir müssen das Maximale rausholen. Dass wir besser werden müssen, ist klar.“ Gleichzeitig verwies er auf die positiven Tatsachen. „Wir stehen im Cup-Viertelfinale und sind Erster in der Bundesliga.“
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Nach Basel wartet am 29. Jänner ebenfalls in der Europa League auswärts Aston Villa. Nach dem Cup-Viertelfinale am 1. Februar beim WAC startet am 6. Februar das Ligafrühjahr zu Hause gegen die Wiener Austria. Die Salzburger überwintern nach 17 Runden drei Punkte vor Verfolger LASK, die Differenz zum Achten WAC beträgt aber nur acht Zähler.
(APA) Foto: GEPA
