Sturm-Elfer gegen LASK: VAR räumt Fehler ein

Strittige Entscheidungen auch in der 27. Runde der ADMIRAL Bundesliga: VAR Österreich nimmt nun zu drei umstrittenen Szenen des vergangenen Spieltages Stellung.

So sorgte beim Spitzenspiel zwischen dem LASK und Sturm Graz ein früher Elfmeterpfiff in Minute sechs für Aufregung. Sturms Ryan Fosso suchte sichtlich den Kontakt mit LASK-Verteidiger Ismaila Coulibaly. Referee Walter Altmann entschied auf Strafstoß und revidierte die überraschende Entscheidung auch nach VAR-Check samt On-Field-Review nicht.

Die komplette Szene inklusive VAR-Check

Nun ordnet VAR Österreich die Entscheidung allerdings als Fehleinschätzung ein: Demnach hätte es keinen Elfmeter geben dürfen – sondern eine Verwarnung für Fosso wegen Simulation sowie einen anschließenden indirekten Freistoß für den LASK.

Schon Sky-Kommentator David Eder war sich während der Partie sicher: „Das ist eine Schwalbe (…). Fosso springt regelrecht in seinen Gegenspieler hinein.“ Sky-Experte Andreas Herzog teilte diese Einschätzung: „Man muss nur schauen, wo sein (Fosso, Anm.) rechter Fuß hingeht, der geht nicht nach vorne, sondern rechts zum Gegenspieler (…). Für mich war das kein Elfmeter.“ Den Strafstoß verwandelte Otar Kiteishvili (10.) jedoch souverän zur Führung.

VAR sieht richtige Entscheidungen in Hartberg

Auch beim Duell zwischen dem TSV Hartberg und dem SK Rapid sorgten mehrere Szenen für Unruhe. Eine davon war der 2:2-Ausgleich durch Rapids Petter Nosa Dahl in der 67. Minute. Zur Situation davor spricht der VAR von einem „normalen physischen Kontakt“ zwischen SCR-Profi Ercan Kara und Hartbergs Lukas Spendlhofer und dementsprechend von „keinem Foulvergehen“. Diese Entscheidung teilte TSV-Coach Manfred Schmid überhaupt nicht: Er sah nach lautstarker Kritik an Schiedsrichter Julian Weinberger die Rote Karte – und wurde bereits mit einer Sperre vom Strafsenat der Liga belegt.

Rot gegen Rapid: Sperre für Hartberg-Coach Schmid bekannt

Bei Rapid wird damit Co-Trainer Christian Mayrleb das Coaching übernehmen. Bereits im Dezember 2025 musste Schmid eine Partie von der Tribüne aus zuschauen.

Eine weitere Szene betraf die Überprüfung einer möglichen Roten Karte in der 74. Minute: SCR-Routinier Andreas Weimann traf TSV-Profi Benjamin Markus mit gehobenem Fuß. Auch den ausgebliebenen Ausschluss sieht die Institution als richtig an, da das „geringe Trefferbild keine Gesundheitsgefährdung für den Gegner“ darstelle. Die beiden Entscheidungen zulasten Hartbergs sind damit laut VAR-Bericht korrekt.

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(Red./APA).

Beitragsbild: GEPA.