Surdanovic sieht Druck beim LASK: „Sie müssen gewinnen, aber…“

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Für Austria Lustenau steht heute ein besonderes Spiel an. Die Vorarlberger gastieren bei der Premiere des LASK in der neuen Raiffeisen Arena in Linz (ab 20:00 Uhr live & exklusiv auf Sky Sport Austria 1 – streame das Spiel mit dem Skx X Traumpass). Sky-Reporter Eric Niederseer hat vor dem Auswärtsspiel der Lustenauer exklusiv mit Mittelfeldakteur Stefano Surdanovic über die bisherige Saison, seine Rolle im Team und die Stadioneröffnung beim LASK gesprochen.

Stefano Surdanovic zählt zu den Leistungsträgern bei Austria Lustenau. Der Dauerbrenner verpasste in dieser Saison nur ein Pflichtspiel. „Stand jetzt ist es eine richtig gute Saison, auch mit Spielen die richtig gut waren, aber auch mit Spielen die nicht so gut waren, insgesamt läuft es aber sehr gut. Ich möchte weiter an die Leistungen anknüpfen, dann werden wir sehen, wo die Reise hingeht“, erklärte der 24-Jährige im Sky-Interview.

Am vergangenen Sonntag feierten die Lustenauer einen knappen Heimsieg gegen die Wiener Austria. Obwohl man nicht die „beste Leistung“ zeigte, reichte es am Ende doch zu einem 1:0 im Reichshofstadion. „Jeder Sieg ist wichtig, vor allem vor eigener Kulisse. Das zeigt, wie stark wir zuhause sind, auf das müssen wir aufbauen. Es war jetzt nicht die beste Leistung, aber es hat jeder 100 Prozent gegeben“, meinte Surdanovic, der mit seinem Team auch auswärts beim LASK anschreiben will: „Diesen Spirit müssen wir jetzt auch zum LASK mitnehmen. Mit so einer Leistung können wir auch beim LASK etwas mitnehmen.“

Während es im heimischen Reichshofstadion gut läuft (4. Rang in der Heimtabelle), funktioniert es in fremden Stadien noch nicht nach Wunsch. In der Auswärtstabelle rangieren die Vorarlberger nur auf dem vorletzten Platz. „Zuhause haben wir eine richtig coole Kulisse, die hinter uns steht“, nannte der Mittelfeldspieler einen der Gründe für die Heimstärke und fügte an: „Wir müssen als Kollektiv auftreten und dürfen uns von den gegnerischen Fans nicht beeindrucken lassen. Es geht nur gemeinsam, das müssen wir auch in den Auswärtsspielen auf den Platz legen.“

Surdanovic sieht Druck beim LASK: „Sie müssen gewinnen, aber wir wollen“

Für Stefano Surdanovic wird es eine Rückkehr nach Oberösterreich, kickte er doch von 2019 bis 2022 beim LASK-Stadtrivalen Blau-Weiß, zudem wurde er in Wels geboren. „Ich freue mich auf das Spiel, es ist ein neues Stadion. Natürlich wird das Feeling ein bisschen anders sein, aber das Ziel und die Motivation sind gleich wie bei jedem anderen Spiel“, sagte Surdanovic, der das erste Saison-Duell mit dem LASK aufgrund einer Sperre verpasste.

Den Druck bei der Premiere in der neuen Raiffeisen Arena sieht Surdanovic bei den Gastgebern: „Das Spiel bei einer Stadioneröffnung zu spielen ist natürlich sehr schön. Sie müssen gewinnen, aber wir wollen. Wenn wir mutig spielen und keine Angst haben und einfach das spielen, was wir können, kann sehr viel in unsere Richtung gehen. Vielleicht ist in diesem Spiel ein wenig mehr Druck beim LASK als sonst.“

„Ich versuche die Führungsrolle neben den erfahrenen Spielern zu übernehmen“

Mit Bryan Teixeira verlor Austria Lustenau im Winter einen absoluten Leistungsträger und Unterschiedsspieler. „Er war ein richtig guter Kicker, der wird uns auf alle Fälle abgehen“, sagte Surdanovic über seinen ehemaligen Teamkollegen, der  bei den Lustenauern zu den Führungsspielern zählt: „Ich habe bislang schon sehr viel Verantwortung am Platz übernommen. Ich versuche Abseits des Platzes und am Platz die Führungsrolle neben den erfahrenen Spielern zu übernehmen, das wird auch voll akzeptiert.“

Im Frühjahr will der 24-Jährige auch seine Scorerwerte aufpolieren. Bislang stehen drei Tore und zwei Assists am Konto. „Es wäre schön, wenn ich an die Scorer von Teixeira rankomme, aber ich hoffe, dass ich auch diese Führungsrolle beibehalten kann“, erklärte Surdanovic und schoss nach: „Ich hoffe, dass da noch mehr geht. Ich komme zu den Chancen und will diese in Zukunft auch öfters reinhauen. Ich möchte mein Team mit Scoreren zum Sieg verhelfen, daran arbeite ich. Das möchte ich noch verbessern.“

Hauptziel bleibt der Klassenerhalt: „Man darf die Situation nicht überschätzen“

Vier Runden sind bis zur Punkteteilung in der ADMIRAL Bundesliga noch zu gehen. Aktuell ist Austria Lustenau nur zwei Punkte von den Top sechs entfernt. „Das Hauptziel ist der Klassenerhalt. Man darf die Situation nicht überschätzen. Es stehen harte Spiele vor uns“, bremste Surdanovic die Erwartungen: „Wir schauen von Spiel zu Spiel. Wir kennen die Tabelle, aber das kann sich am Freitag schon wieder verändern. Für uns ist es wichtig von Spiel zu Spiel schauen, bevor wir irgendwelche Ziel nach außen senden.“

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(Red.) / Bild: GEPA