Tödlicher Unfall überschattet Nürburgring Qualifiers

Die ADAC 24h Nürburgring Qualifiers wurden von einem schweren Unfall mit Todesfolge überschattet. Um 20:00 Uhr informierte die Rennleitung, dass der 66-jährige Schwede Juha Miettinen, an den Folgen der beim Unfall erlittenen Verletzungen verstorben ist.

Das erste Qualifier-Rennen zu den legendären 24 Stunden auf dem Nürburgring mit Formel-1-Weltmeister Max Verstappen musste kurz nach dem Start wegen eines schweren Massencrashs im Streckenabschnitt Klostertal unterbrochen werden. Der vierfache F1-Champion teilt sich den Mercedes-AMG mit der Startnummer 3 mit dem Tiroler Lucas Auer, der zu dem Zeitpunkt des Crashs in der Passage Klostertal am Steuer saß und nicht in den Unfall verwickelt war.

Miettinen erliegt seinen Verletzungen

Nach der Kollision unterbrach die Rennleitung den Lauf unverzüglich, um die umfangreichen Bergungs- und Rettungsmaßnahmen zu ermöglichen. Trotz schneller Hilfe konnten die Notfallmediziner den beteiligten Piloten Juha Miettinen (BMW 325i, #121) nicht retten. Laut Rennleiter Walter Hornung sei Miettinen im Medical-Center seinen Verletzungen erlegen.

„Trotz der unmittelbar eintreffenden Hilfe konnten die Notfallmediziner nach der erfolgten Bergung aus dem Fahrzeug den beteiligten Piloten Juha Miettinen nicht retten, der Fahrer verstarb im Medical Center, nachdem alle Reanimationsversuche erfolglos blieben“, teilte der Veranstalter am Abend mit: „Die Gedanken aller Beteiligten bei den 24h Nürburgring sind bei den Hinterbliebenen von Juha Miettinen.“

Wie die Rennleitung mitteilte, waren zudem folgende Fahrer in dem Crash involviert: „#27 (Wahl/Rönnefarth/Dumarey/Böckmann, Aston Martin Vantage AMR GT3), #111 (Becker/Spölgen, BMW 325i e90), #410 (Croci/Larbi/Ackermann/Le Bihan, Porsche Cayman GTS), #448 (Klinkmüller/Beckwermert, Porsche Cayman CM12), #503 (Tamm/Egger/Hökfelt, Toyota Supra) und #992 (Griesemann/Griesemann/Adorf/Holzer, Porsche 911 GT3 Cup Manthey 992.1.“

Rennen wurde nicht mehr aufgenommen

Die weiteren beteiligten sechs Piloten wurden zur vorsorglichen Untersuchung in das Medical Center sowie umliegende Krankenhäuser gebracht. Es bestehe wohl für keinen der weiteren Verletzten Lebensgefahr. Das Rennen wurde am Samstagabend nach der Schocknachricht nicht wieder aufgenommen.

Verstappen zeigte sich auf Instagram „geschockt über das, was heute passiert ist. (…) Motorsport ist etwas, das wir alle lieben. Aber in Zeiten wie diesen werden wir daran erinnert, wie gefährlich er sein kann.“ Der Internationale Automobilverband FIA reagierte ebenfalls mit großer Trauer auf die Todesnachricht. „Unsere Gedanken gehören seiner Familie und Freunden und allen, die an dem Event beteiligt waren“, schrieb die FIA.

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(Skysport.de/red./SID/APA)

Artikelbild: Imago