U-17: Wer schafft den Sprung ins A-Team?

Österreichs U-17-Nationalteam schrieb mit dem WM-Finaleinzug in Katar Geschichte. Auch wenn man sich im Endspiel Portugal geschlagen geben musste, hat die ÖFB-Mannschaft die Herzen der heimischen Fußballfans im Sturm erobert.  

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Für manche U-17-Spieler wird die WM in Katar womöglich ein einmaliges Highlight bleiben, während andere – zumindest statistisch gesehen – gute Aussichten haben, sich später bis ins A-Team vorzuarbeiten. 

Wie schwierig der Weg sein kann zeigen die Zahlen. Seit 2005 wurden insgesamt 617 Spieler für eine österreichische U-17-Auswahl nominiert. Immerhin etwas mehr als die Hälfte von ihnen erhielt später auch eine Einberufung für die U-19.

Nur 9 Prozent

Betrachtet man den Sprung in die A-Nationalmannschaft, fällt der Anteil jedoch noch deutlicher ab. Lediglich 55 ehemalige U-17-Spieler wurden in späteren Jahren auch für das Nationalteam aufgeboten, was gerade einmal 9 Prozent entspricht. Die Zahlen zeigen, wie anspruchsvoll der Weg an die Spitze selbst für Juniorennationalspieler ist. 

Warum es manche Talente bis ganz nach oben schaffen und andere nicht, hat vielfältige Gründe. Von Verletzungen über fehlende Entwicklungsschritte bis hin zu Konkurrenzsituationen und individuellen Karriereentscheidungen. Ein weiterer Grund könnte auch der relative Alterseffekt sein.

Vorteile in Jugendmannschaften

Spieler, die früher im Jahr geboren sind, haben innerhalb eines Jahrgangs oft körperliche und motorische Vorteile gegenüber jünger Geborenen. Diese Vorteile führen dazu, dass sie in jungen Jahren häufiger auffallen und eher gefördert werden.

Wie der Geburtsmonat den Erfolg im Fußball bestimmt

Wenn sich die körperlichen Unterschiede später ausgleichen, kann dieser Vorsprung jedoch rasch verschwinden. Das erklärt, weshalb manche Spieler zwar früh für Nachwuchsnationalteams berücksichtigt werden, später aber den Anschluss an die Spitze verlieren.

Dass trotzdem ehemalige U-17 Spieler gute Aussichten auf die A-Nationalmannschaft haben zeigt ein Blick auf den aktuellen Kader. Aus dem aktuellen Aufgebot haben 16 von 26 Spielern eine U-17-Vergangenheit. Ein prominentes Gegenbeispiel ist Marko Arnautović. Er lief nie für eine österreichische U-17-Auswahl auf, sondern wurde erst ab der U-18 in den Nachwuchsnationalteams berücksichtigt. 

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Text: Eva Cilensek / Alexander Lüthi

Bild: Imago