Harry Kane hat den Ballon d'Or gewonnen, doch der FC Bayern muss dafür keine Bonuszahlung an Tottenham Hotspur leisten.

Vergessen oder unterschätzt? Tottenham verzichtet auf diese Kane-Klausel

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Harry Kane hat den Ballon d’Or gewonnen, doch der FC Bayern muss dafür keine Bonuszahlung an Tottenham Hotspur leisten. Nach Sky Sport Informationen wurde beim 100-Millionen-Transfer 2023 keine entsprechende Klausel vereinbart.

Mit dem Gewinn des Ballon d’Or hat sich Harry Kane einen Lebenstraum erfüllt. Für den FC Bayern hat der prestigeträchtige Triumph aber auch einen finanziellen Vorteil: Anders als bei vielen Top-Transfers existiert keine Bonusklausel zugunsten von Tottenham.

Haben Sie es ihm nicht zugetraut – oder schlicht vergessen, eine entsprechende Klausel zu verhandeln? Harry Kane hat sich mit einer fulminanten Saison (73 Tore) am Montagabend in London erstmals die Ballon d’Or-Krone gesichert.

Es ist nicht unüblich, dass bei einem derart außergewöhnlichen Erfolg nachträgliche Bonuszahlungen – teilweise in Millionenhöhe – fällig werden. Entsprechend hätte es nahegelegen, dass sich Tottenham Hotspur beim 100-Millionen-Wechsel von Kane im Sommer 2023 schriftlich zusichern lässt, im Falle eines Ballon d’Or-Gewinns eine zusätzliche Bonuszahlung von Bayern zu erhalten.

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Andere Bonuszahlungen werden fällig

Nach Informationen von Sky Sport gibt es eine solche Klausel allerdings nicht. Das ist durchaus überraschend und bedeutet: Bayern muss keinen einzigen Euro an Tottenham nachzahlen – obwohl Kane schon immer davon geträumt hat, den Ballon d’Or zu gewinnen und dies auch öffentlich bereits vor Jahren, als er noch bei Tottenham spielte, formulierte. Gut für die Bayern, bitter für die Spurs!

Stattdessen werden andere Bonuszahlungen fällig, die unter anderem an nationale Titel oder beispielsweise den Gewinn der Champions League gekoppelt sind.

Anders hat es beispielsweise RB Leipzig beim Wechsel von Yan Diomande zu Real Madrid gelöst. Sollte der 19-jährige Flügelstar eines Tages den Ballon d’Or gewinnen, müsste Real Madrid – sofern Diomande dann noch dort spielt – eine nachträgliche Bonuszahlung im einstelligen Millionenbereich an RB Leipzig leisten. Darauf hat RB-Geschäftsführer Marcel Schäfer in den Verhandlungen bestanden.

Renato Sanches besaß eine Ballon d’Or-Klausel

Auch bei anderen Stars wurden solche Klauseln vereinbart, weil der abgebende Verein darauf bestanden hat. Selbst bei Renato Sanches gab es eine entsprechende Regelung: Benfica soll sich beim Wechsel des Portugiesen zu Bayern im Jahr 2016 eine Bonuszahlung für den Fall eines späteren Ballon d’Or-Gewinns gesichert haben. Dazu kam es bis heute nicht. Sanches ist inzwischen 29 Jahre alt und vereinslos, nachdem sein Vertrag bei Paris Saint-Germain aufgelöst wurde.

Kane wird spätestens am Samstag in der Allianz Arena für seinen Ballon d’Or-Triumph gefeiert. Vor den Augen der Fußballwelt ist ein großes Spektakel geplant – unmittelbar vor dem Klassiker gegen Borussia Dortmund (Samstag ab 17:45 Uhr live und exklusiv auf Sky Sport – streame mit WOW)

Kane soll noch in diesem Jahr verlängern
Damit stellt sich auch die Frage, ob Bayern bis dahin sogar die Vertragsverlängerung bis 2029 fixieren wird, über die Sky Sport exklusiv berichtet hatte. Sollte bis Samstag nichts Außergewöhnliches mehr passieren, ist es allerdings nicht geplant, dass Kane seinen neuen Vertrag bereits dann unterschreibt.

Aus internen Kreisen heißt es weiterhin, dass noch einige organisatorische Details geklärt werden müssen. Bayern und die Kane-Seite wollen die Vertragsverlängerung aber noch in diesem Jahr auch schriftlich unter Dach und Fach bringen und anschließend offiziell verkünden.

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