Vertrag mit Bundesliga gekündigt: Mitterdorfer will „zeitnahe Entscheidung“

Große Aufregung im nationalen Fußball: Der ÖFB kündigte einen Vertrag bezüglich der Aufstiegsregelung mit der Vertretung der Bundesliga vorab. „90minuten.at“ deckte die Geschichte auf.

Nun reagiert ÖFB-Präsident Klaus Mitterdorfer ebenso wie die Vertretung der beiden obersten Profiligen auf den Verbandsvorstoß. Auf Sky-Anfrage gibt die Bundesliga einen Ausblick in die unmittelbaren Folgen, während sich der Verbandspräsident im Interview zur Causa äußert.

Brisant: ÖFB kündigt Vertrag mit Bundesliga

„Es ist ganz wichtig, dass wir gemeinsam eine gute Lösung finden. Das Ziel ist, sehr zeitnahe eine Entscheidung zu finden“, fordert Mitterdorfer trotzdem einen baldigen Beschluss beider Seiten. Anstatt in jedem Fall an der aktuellen Ligastruktur festzuhalten, will sich der Verbandspräsident auch Ideen aus anderen Nationen sichern: „Mir ist es wichtig querzudenken, über die Grenze zu schauen, wie es andere Länder gestalten. Diese Kündigung, das klingt dramatischer als es ist. Wir werden eine gute Lösung finden, unabhängig von dieser präventiven Kündigung.“

Bis Jahresende soll eine gemeinsame Idee des Übergangs zwischen dem Amateur- und Profifußball gefunden werden: „Mir geht es darum, dass man nachdenkt, passen diese Formate jetzt oder ist ein anderes Format besser? Ich bin aber sehr zuversichtlich. Das nächste Treffen ist schon am 13. September und da werden wir einen entscheidenden Schritt weiter sein.“

Liga reagiert auf Vertragskündigung

Mittels einer Aussendung reagiert auch die ADMIRAL Bundesliga nach Sky-Anfrage auf die Vertragsaufkündigung. Demnach habe die Entscheidung auch Auswirkungen auf laufende Prozesse: „Die Kündigung des Vertrages hat auch auf den in der Bundesliga geführten Evaluierungsprozess zum aktuellen Ligenformat Auswirkungen. Die für Juni geplanten Entscheidungen wurden verschoben und es laufen die Gespräche mit dem ÖFB über die zukünftige Ausrichtung. Mit Blick auf die bevorstehende Ausschreibung der medialen Rechte ab der Saison 2026/27 braucht es diesbezüglich Entscheidungen bis Ende 2024. „

Indes wurde schon vorab eine Berücksichtigung der drittklassigen Ligen in den laufenden Evaluierungsprozess abgelehnt: „Für die ADMIRAL 2. Liga haben wir bereits in der vergangenen Saison unsere Hausaufgaben gemacht und das Ligenformat evaluiert. Wir hätten damals angeregt, dass auch die 3. Spielklasse gleich in diese Evaluierung miteinbezogen wird, was damals abgelehnt wurde. Wir hoffen, dass die im Sommer eingesetzte Kommission nun rasch zu Ergebnissen kommt, damit neben dem sportlichen Format auch die Rahmenbedingungen feststehen, wie der Übergang zwischen Amateur und Profifußball am besten, vor allem auch wirtschaftlich, funktionieren kann.“

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(Red.)