BRUSSELS, BELGIUM - FEBRUARY 23: Dejan Joveljic of Anderlecht battles for the ball with Menno Koch of Kas Eupen during the Jupiler Pro League match between RSC Anderlecht and AS Eupen at Lotto Park Stadium on February 23, 2020 in Brussels, Belgium. (Photo by Vincent Van Doornick/Isosport/MB Media/Getty Images)

WAC-Stürmer Dejan Joveljic: Nächster Anlauf in große Fußstapfen

von Martin Wallentich

Noch vor dem endgültigen Abgang von Torschützenkönig Shon Weissman hat der Wolfsberger AC dessen Nachfolger präsentiert: Dejan Joveljic soll in der kommenden Saison der tipico Bundesliga (alle Spiele gibt es nur live auf Sky – mit dem SkyX-Traumpass kannst du bereits ab 10 Euro pro Monat live dabei sein) in die Rolle des Lavanttaler Goalgetters schlüpfen. Mit großen Fußstapfen macht der serbische Stürmer nicht zum ersten Mal Erfahrung. (UPDATE: WAC holt kroatischen Stürmer Vizinger aus Slowenien)

Große Hoffnungen begleiteten bereits im Vorjahr seinen Wechsel zu Eintracht Frankfurt. Das Team von Trainer Adi Hütter erreichte zuvor das Europa-League-Halbfinale, besonders das Offensiv-Gespann spielte sich dabei in den Vordergrund. Schlussendlich verließen die Stürmer Sebastien Haller und Luka Jovic um insgesamt 110 Millionen Euro Ablöse die Eintracht.

Bei der Suche nach einem Nachfolger für den zu Real abgewanderten Jovic wurden die Frankfurter in dessen Heimatland Serbien fündig: Dejan Joveljic stieß für eine Ablöse von vier Millionen Euro zum Bundesligisten. Neben dem ähnlichen Nachnamen verbindet beide Stürmer auch eine Vergangenheit im Nachwuchs von Roter Stern Belgrad sowie der Geburtsort Bijeljina in Bosnien & Herzegowina.

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Doch nicht nur die auffälligen Gemeinsamkeiten sollten hohe Erwartungen mit sich bringen: Joveljic erzielte in seiner ersten vollen Profisaison bei Roter Stern Belgrad 14 Saisontore und kam auch zu Einsätzen in der Champions League sowie für Serbiens U21-Nationalteam. Darüber hinaus schaffte er es bei der Wahl zum “Golden Boy”-Award 2019 unter die besten 20 Talente, unter anderem vor Bayern-Verteidiger Alphonso Davies.

Bei Frankfurt stellte sich Joveljic, der auch bereits auf den Außenpositionen eingesetzt wurde, sogleich mit dem Siegestreffer in der EL-Qualifikation gegen Flora Talinn vor. Danach blieben allerdings die erhofften Tore aus: Der Stürmer kam nur zu zehn weiteren Einsätzen, vier davon in der Bundesliga. “Er ist noch ein bisschen weg”, erklärte Hütter, der lieber auf Routinier Bas Dost und Ex-Milan Profi Andre Silva setzte, im vergangenen Herbst. Der ehemalige Frankfurt-Trainer Dragoslav Stepanovic war es wiederum “zu früh, ihn schon in die Bundesliga zu holen”, Joveljic benötige hierfür noch mehr Zeit.

Im Winter folgte eine halbjährige Leihe zu Anderlecht – ein Zwischenschritt nach Belgien, der sich zuvor bereits für seinen Teamkollegen Daichi Kamada ausgezahlt hatte. Beim Team von ÖFB-Legionär Peter Zulj avancierte Joveljic zum Stammspieler, auch der erste Torerfolg nach einem halben Jahr Unterbrechung gelang dem Offensivspieler. Doch im vergangenen März verhinderte die Coronavirus-Pandemie weitere Spiele. Belgiens Liga-Saison wurde abgebrochen, womit Joveljic zu Frankfurt zurückkehrte.

Die Sky-Saisonvorschau: Wolfsberger AC

Leihe in Wolfsberg: Wunschspieler statt Warteschleife

Den unvollendeten Zwischenschritt will er nun in Wolfsberg nachholen. Als “absoluter Wunschspieler” verstärkt er den WAC in der kommenden Saison, mit der klassischen Stürmernummer neun will er sich für höhere Aufgaben empfehlen. “Dejan ist ein enorm williger und hungriger Spieler, der extreme Qualitäten im Abschluss und der Dynamik besitzt”, erklärte Coach Ferdinand Feldhofer kurz nach Abschluss des Transfers. Auch sein Pendant in Frankfurt ist von der Sinnhaftigkeit der Leihe überzeugt: “Bei Anderlecht konnte Dejan wegen Corona nicht die Spielpraxis sammeln, die wir uns erhofft hatten. Eine Leihe kann einem Spieler guttun”, meinte Hütter kurz vor Abschluss des Leihgeschäfts.

Beim WAC könnte Joveljic vorrangig als Sturmpartner von Cheikhou Dieng im gewohnten 4-4-2 überzeugen, muss sich jedoch auch dem Konkurrenzkampf mit dem kroatischen Neuzugang Dario Vizinger stellen. Auch das Zusammenspiel mit Mittelfeld-Regisseur Michael Liendl und Neuzugang Eliel Peretz wird im Fokus stehen, um den israelischen Mittelfeldspieler im besten Fall ähnlich wie seinen Vorgänger Weissman in Szene setzen zu können.

Nachdem Joveljic beim ÖFB-Cup-Auftakt gegen Neusiedl noch fehlte, traf er gleich in seinem ersten Spiel für die Wolfsberger: Beim Testspiel gegen den SKU Amstetten verwertete er eine Hereingabe über die rechte Seite mit einem gekonnten Abschluss.

Erneut ein erstes Tor als erster Schritt in die großen Fußstapfen seines Vorgängers. Anders als beim Einstand in Frankfurt sollte dieser Treffer aber nicht der letzte des serbischen Stürmers gewesen sein.

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Beitragsbild: Getty Images