WOLFSBERG,AUSTRIA,17.JAN.21 - SOCCER - tipico Bundesliga, Wolfsberger AC vs SK Sturm Graz.  Image shows head coach Ferdinand Feldhofer (WAC). Photo: GEPA pictures/ Hans Oberlaender

WAC verkündet offiziell: Feldhofer tritt zurück

via Sky Sport Austria

Der WAC hat sich von Trainer Ferdinand Feldhofer getrennt. Dies bestätigte der Bundesligist am Donnerstag, einen Tag nach dem 0:1 nach Verlängerung gegen den LASK im Cup-Halbfinale.

Demnach trat Feldhofer selbst von seinem Amt als Cheftrainer ohne aktive Entscheidung des Vereins zurück. Interimistisch wird der Sportkoordinator Roman Stary, der schon seit einem Jahr beim WAC tätig ist, das Traineramt übernehmen.

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Die Stimmen zur Trennung

Ferdinand Feldhofer: “Ich habe immer betont, dass ich für das große Ganze und für den Erfolg des Vereins arbeite. Da ich das Gefühl habe, dass das mit meiner Philosophie und mit meinen Vorstellungen nicht mehr möglich ist, ist es besser sofort zurückzutreten. Alles andere könnte ich mit mir selbst nicht vereinbaren. Das Wichtigste ist, dass jetzt Ruhe in den Verein einkehrt. Ich darf auf schöne und sehr erfolgreiche knapp eineinhalb Jahre zurückblicken. Platz drei in der Vorsaison und das unvergessene Erreichen der Europaleague KO-Phase waren dabei die Höhepunkte. Deshalb bin ich dankbar, den größten Erfolg der Vereinsgeschichte des WAC mitgeschrieben zu haben! Ich möchte mich beim gesamten Verein, aber besonders beim Präsidenten Dietmar Riegler bedanken, der mir vor knapp 1,5 Jahren das Vertrauen geschenkt hat und jetzt auch der einvernehmlichen Trennung zustimmt.”

Präsident, Dietmar Riegler: “Ich möchte mich bei Ferdinand Feldhofer bedanken. Unter ihm feierte der Verein die größten Erfolge in der Clubgeschichte. Für die Zukunft wünsche ich Ferdinand alles Gute.”

Kader-Causa sorgte für explosive Stimmung

Der WAC sorgte in den vergangenen Tagen für personelle Schlagzeilen, als Feldhofer die drei Routiniers Michael Liendl, Michael Novak und Christopher Wernitznig nicht in den Kader für das Cup-Spiel gegen den LASK berufen hatte.

Nach dem Abschlusstraining kam es zu hitzigen Diskussionen zwischen Spielern und dem Trainerteam. Ein Teil der Spieler soll noch vor dem offiziellen Ende des Trainings den Platz verlassen haben.

Feldhofer wurde im Dezember 2019 zum WAC-Coach bestellt und führte die Kärntner wenige Monate später zu Liga-Endrang drei, was einen Fixplatz in der Europa-League-Gruppenphase bedeutete.

Dort gelang dem WAC im vergangenen Herbst erstmals der Aufstieg ins Sechzehntelfinale, wo in der Vorwoche gegen Tottenham Endstation war. In der Bundesliga rangiert der WAC drei Runden vor dem Ende des Grunddurchgangs auf Platz fünf.

Explosive Stimmung in Wolfsberg: Die Cup-Kader-Causa

Bild: GEPA