Wieder verletzt? Alaba droht neuerliche Pause
Sorge um ÖFB-Teamkapitän David Alaba! Bei der 0:3-Niederlage von Real Madrid bei Arsenal zog sich der 32-Jährige eine Blessur zu und wurde ausgewechselt.
Real-Trainer Carlo Ancelotti beschwört für das Rückspiel nächsten Mittwoch ein Wunder. Ob er auf den zu seinen Wurzeln als Linksverteidiger zurückgekehrten Alaba zurückgreifen kann, ist nicht restlos gesichert. Der ÖFB-Star verließ die Partie in London leicht angeschlagen.
Mehrere spanische Medien berichteten von muskulären Problemen. Es werde demnach zwar keine grobe Verletzung befürchtet, Alaba soll aber am Mittwoch und Donnerstag in Madrid genauer untersucht werden. Der 32-Jährige hatte erst im Jänner nach 13-monatiger Pause wegen einer schweren Knieverletzung sein Comeback gegeben. Danach plagten ihn im Februar auch Adduktorenprobleme. Sollte er nicht ganz fit sein, dürfte der Wiener zumindest im Ligaspiel am Sonntag bei Deportivo Alaves pausieren.
Alaba war bei Ancelotti zuletzt ohnehin nicht erste Wahl. Umso mehr überraschte der Italiener, indem er den ÖFB-Kapitän ob seiner Erfahrung gegen Arsenal links hinten beginnen ließ – die Position, auf der Alaba groß geworden ist, die er seit fünf Jahren aber nur höchst sporadisch bekleidet. Alaba hatte mit Arsenals Offensivstar Bukayo Saka alle Hände voll zu tun, beging auch das Foul, das zum Freistoß und schließlich zum 0:1 führte. Dafür bewahrte er sein Team mit einer Rettungsaktion auch vor einem früheren 0:2.
Medien üben Kritik an Alaba
Die Kritiken in den spanischen Medien waren dennoch weitgehend katastrophal. „Er wurde nach einem schrecklichen Abend ausgewechselt“, urteilte etwa die Sportzeitung „Marca“, nachdem Alaba in der 79. Minute mit seinem bandagierten linken Oberschenkel vom Platz musste. Der Österreicher war einer der Sündenböcke für die klare Pleite. Den Glauben hat man in Madrid aber noch nicht verloren. „Im Fußball kann alles passieren – und im Bernabeu ist schon sehr viel passiert“, betonte Ancelotti.
Seine Spieler sahen das ähnlich. „Wir werden etwas unglaublich Besonderes, ja Verrücktes brauchen“, meinte Mittelfeldstar Jude Bellingham vor dem Rückspiel. „Und es gibt genau einen Ort, an dem verrückte Dinge passieren können: bei uns zu Hause.“ Real will Arsenal in Madrid noch einen heißen Tanz bescheren. „Wenn es eine Mannschaft auf der Welt gibt, die das Ruder herumreißen kann, dann sind wir das. Mit unseren Fans, mit unserem Stadion“, betonte Lucas Vazquez, der am längsten konsterniert auf dem Stadionrasen stand.
Erstmals seit 2020 könnte Real das CL-Halbfinale verpassen. In bisher drei Pflichtspielen gegen Arsenal hat der Rekordsieger noch nie gewonnen. Die zwei Bilderbuch-Freistöße von Declan Rice versetzten den erfolgsverwöhnten Madrilenen gehörige Tiefschläge. „Das ist die Schönheit von wem auch immer, der dieses Spiel erfunden hat“, sagte Arsenal-Trainer Mikel Arteta über die beiden perfekten Bälle. Die Tür ins erste Semifinale der Königsklasse seit 16 Jahren ist für Arsenal damit weit offen.
(APA/Red.) / Bild: Imago
