Ex-Trainer und Sky-Experte Thomas Silberberger spricht über den historisch guten Saisonstart der WSG Tirol

„Wunderschöne Momentaufnahme“: Silberberger über historischen Saisonstart der WSG Tirol erfreut

Erstmals in ihrer Vereinsgeschichte hat die WSG Tirol nach zwei Spieltagen in der ADMIRAL Bundesliga sechs Punkte auf dem Konto. Über den gelungenen Saisonstart ist auch Ex-Trainer und Sky-Experte Thomas Silberberger erfreut.

Der 52-Jährige, aktuell Trainer von Zweitligist Admira, hat seinen Ex-Verein in den ersten beiden Runden der neuen Bundesliga-Saison genau beobachtet. „Ich würde den Saisonstart als fantastisch bewerten. Er tut jedem gut, weil man historisch gut ist und die Tabelle anführt. Das ist eine wunderschöne Momentaufnahme“, bilanziert Silberberger.

„Wenn du mit sechs Punkten in zwei Spielen in einer Saison startest, gibt dir das natürlich sehr viel Rückenwind. Aus der Sicht der WSG ist der Start mehr als gelungen, würde ich sagen.“

Silberberger glaubt an Bodenständigkeit bei der WSG

Dennoch warnt der ehemalige WSG-Coach vor einer zu hohen Erwartungshaltung: „Ich glaube, man ist gut beraten in Tirol, wenn man vom Klassenerhalt spricht. Auch wenn der Start jetzt sensationell war.“

Der starke Auftakt lässt auch Erinnerungen an die Spielzeit 2020/21 zurückkehren, damals schaffte die WSG unter Silberberger den Einzug in die Meistergruppe. Eine Leistung, die der 52-Jährige der WSG auch dieses Jahr zutraut: „Gleich sechs Punkte tun natürlich sehr gut. Aber die Erfahrung hat gezeigt, dass du wahrscheinlich 30 bis 32 Punkte brauchen wirst, damit du in die Top 6 kommst.“ 2021 reichten den Tirolern exakt 30 Zähler.

Historischer Erfolg: 2020/21 schaffte die WSG Tirol unter Thomas Silberberger den Einzug in die Meistergruppe
Historischer Erfolg: 2020/21 schaffte die WSG Tirol unter Thomas Silberberger den Einzug in die Meistergruppe

„Wenn man jetzt beim GAK am kommenden Wochenende noch einen Dreier holt, kann das natürlich in eine Richtung gehen, die man sich vor Saisonstart nicht erträumt hat“, so Silberberger weiter. „Nichtsdestotrotz werden sie bei der WSG sicher jetzt nicht größenwahnsinnig werden. So gut kenne ich die handelnden Personen. Das sind Leute, die das seriös einordnen.“

WSG mit viel Selbstvertrauen zum GAK

Als Favorit sieht Silberberger die WSG vor dem Auswärtsspiel beim GAK trotz Tabellenführung zwar noch nicht. Dennoch sprechen die Vorzeichen für den Tiroler eher für seinen Ex-Verein.

„Die WSG wird mit wesentlich mehr Selbstvertrauen ins Match gehen als der GAK. Der GAK muss die Wunden lecken nach dem 0:5 gegen Salzburg, hat zu Hause gegen die Austria aber auch gepunktet. Also in Graz ist es schwer. Das hat die WSG letztes Jahr zweimal gesehen“, so der 52-Jährige.

Tabellenführer WSG Tirol zu Gast beim GAK am Samstag ab 16:30 Uhr live auf Sky Sport Austria – streame das Spiel mit Sky X live!

Real-Testpiel zu schlechtem Zeitpunkt? „Musst dich dem fügen“

Am Mittwoch durfte sich der Bundesliga-Tabellenführer im Testspiel mit dem spanischen Giganten Real Madrid messen. Das Spiel ging mit 0:4 zwar deutlich verloren, war für den Verein jedoch eine einmalige Gelegenheit.

Video-Highlights: WSG verliert Test gegen Real Madrid

„Es ist toll, dass du gegen Real Madrid spielen kannst, dass dieser Klub dich für ein Testspiel in Betracht zieht. Was nicht toll ist, dass du an Spieltag plus zwei spielen musst“, ordnet Silberberger den Test gegen die Königlichen ein.

„Du hast am Sonntag Grenzen überschritten, damit du den LASK besiegen kannst und am Dienstag spielst du gegen Real Madrid. Wenn Real dann nur zu dem Zeitpunkt spielen will, musst du dich dem halt fügen. Ich glaube, dass es nicht hundertprozentig in die Vorbereitung von Trainer Semlic für das GAK-Spiel reingepasst hat, wegen der Belastungssteuerung.“

Silberberger mit Admira-Auftakt zufrieden

Während die ersten Runden für Silberbergers Ex-Klub ideal verliefen, zeigt sich bei der Admira noch Verbesserungspotenzial. Nach einem Erstrundensieg im ÖFB-Cup bei Weiz und einem Auswärtserfolg zum Ligaauftakt in Kapfenberg ging die Heimpremiere in der laufenden Saison daneben. In Überzahl gelang gegen den SKU Amstetten nur ein 2:2-Remis, der Ausgleich der dezimierten Gäste fiel in der absoluten Schlussphase.

Silberberger bilanziert trotzdem positiv: „Grundsätzlich war der Start in Kapfenberg sehr gut. Gegen Amstetten war es unnötig, weil wir in der 90. Minute gegen einen Gegner in Unterzahl den Ausgleich kassiert haben.“

Die Heimpremiere für die Admira in der aktuellen Zweitligasaison ist für Silberberger und die Admira nicht nach Wunsch verlaufen
Die Heimpremiere für die Admira in der aktuellen Zweitligasaison ist für Silberberger und die Admira nicht nach Wunsch verlaufen

„Es war ein sehr schwieriges Match am Sonntag. Aber ich bin guter Dinge. Ich habe der Mannschaft gesagt, es war zur rechten Zeit ein Schuss vor den Bug. Ich glaube schon, dass wir aus diesem Spiel sehr viele Lehren ziehen können für die Zukunft“, so der 52-Jährige, der in dieser Saison mit seiner Mannschaft wieder den Aufstieg in die ADMIRAL Bundesliga anpeilt.

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Bilder: GEPA