Deutschland Bosnien

Zittersieg: Knapper Auswärtserfolg für Deutschland gegen Bosnien

Der deutschen Fußball-Nationalmannschaft fehlt nur noch ein Sieg zum Einzug ins Viertelfinale der Nations League. Deutschland siegte in Bosnien knapp mit 2:1.

Das Team von DFB-Bundestrainer Julian Nagelsmann bezwang Bosnien am Freitagabend in Zenica mit 2:1 (2:0). Gegen die Niederlande am Montag in München kann die DFB-Elf den Sprung in die K.o.-Runde perfekt machen.

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Für Deutschland traf im kleinen Stadion Bilino Polje Deniz Undav doppelt (30., 36.). Edin Dzeko (70.) erzielte das Tor für die bosnische Mannschaft von Trainer Sergej Barbarez, für die auch Sturm-Verteidiger Jusuf Gazibegovic auflief.

Ungewöhnliche Umstände für DFB-Team

„Euch erwartet eine ganz andere Sportart“, hatte der Stuttgarter Torjäger Ermedin Demirovic die Gäste mit Blick auf die ungewöhnlichen Umstände gewarnt. Der kleine Platz, die lauten Anhänger und robust zu Werke gehende Bosnier – der viermalige Weltmeister Deutschland musste einigen Widerständen trotzen und agierte in der Anfangsphase etwas behäbig und ungenau. Der Offensive mit Rückkehrer Serge Gnabry, Undav, Florian Wirtz und Kleindienst merkte man an, dass sie so noch nie zusammengespielt hatte. Der erste Abschluss gehörte dann auch Außenverteidiger Maximilian Mittelstädt (15.).

Die vom HSV-Idol Sergej Barbarez gut eingestellten Bosnier agierten leidenschaftlich und mutig und standen gleichzeitig massiv im 5-3-2-System, den Gästen fiel trotz fast 80 Prozent Ballbesitz in den ersten 20 Minuten wenig ein. Die fehlenden Kreativspieler Jamal Musiala und Kai Havertz wurden in dieser Phase vermisst, auch wenn Pascal Groß aus der Distanz erstmals für Gefahr sorgte (25.).

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Die erste gelungene Kombination führte dann zur Führung. Einen langen Pass von Robert Andrich legte Wirtz mit viel Übersicht sehenswert für Undav ab, der Stuttgarter ließ sich die Chance nicht entgehen. Kurz darauf jubelte auch Kleindienst, der Gladbacher stand aber hauchzart im Abseits.

Bosnien hielt dagegen. Der 38-jährige Dzeko schickte Demirovic auf die Reise, der Schuss des Stuttgarters touchierte die Latte (35.). Die DFB-Auswahl blieb in ihren pink-lila Auswärtstrikots hingegen eiskalt. Undav drückte eine Mittelstädt-Hereingabe zu seinem dritten Länderspieltor über die Linie.

Neue Spannung nach Anschlusstreffer

Der Zwei-Tore-Vorsprung gab dem Favoriten zunächst Sicherheit, die Gäste kontrollierten mit langen Ballbesitzphasen zu Beginn des zweiten Durchgangs die Begegnung. Undav vergab nach Vorarbeit von Gnabry aber die Chance zum 3:0 (55.), dann wurde der dritte Treffers des 28-Jährigen aufgrund einer vorherigen Abseitsstellung von Kleindienst aberkannt (58.).

Die DFB-Auswahl kombinierte weiterhin sehr flüssig, die Passschärfe stimmte. Der Wille, das Spiel endgültig zu entscheiden, war deutlich spürbar. Gleichzeitig schonte Nagelsmann Kräfte für die Begegnung am Montag. 25 Minuten vor dem Ende wechselte er dreimal, so kam auch der Mainzer Jonathan Burkardt zu seinem Länderspiel-Debüt.

Die Gäste blieben aber zielstrebig. Gnabry sorgte für das dritte Abseitstor des Abends (68.). Dzekos Kopfballtor fiel aus dem Nichts – dadurch wurde es noch einmal hektisch. Schlussendlich sicherte sich Deutschland aber den wohl verdienten Auswärtssieg in Bosnien.

Führich fällt gegen Niederlande aus

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat den nächsten verletzungsbedingten Ausfall zu beklagen. Chris Führich fällt für das Nations-League-Spiel am Montag (20.45 Uhr) in München gegen die Niederlande mit Verdacht auf einen Muskelfaserriss aus. Das sagte DFB-Bundestrainer Julian Nagelsmann nach dem 2:1 (2:0)-Erfolg in Bosnien und Herzegowina. Der Stuttgarter Führich war erst in der 82. Minute für Serge Gnabry eingewechselt worden.

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Für die Begegnung in Zenica musste Nagelsmann schon sieben Spieler ersetzen. Zudem ist der Einsatz von Aleksandar Pavlovic bei seinem Heimspiel in München fraglich. Der Mittelfeldspieler klagt über Knieprobleme und kam in Bosnien nicht zum Einsatz. „Da müssen wir abwarten“, sagte Nagelsmann.

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(SID/Red.)

Beitragsbild: Imago.