Zwei Hartberg-Elfmeter verweigert? Schmid hadert mit Schiedsrichter Lechner

Nach der 1:2-Niederlage im Steirer-Duell gegen Sturm Graz äußert Hartberg-Trainer Manfred Schmid im Sky-Interview Kritik an Schiedsrichter Harald Lechner.

„Alle 50:50-Entscheidungen waren gegen uns. Die eine oder andere war sehr, sehr fragwürdig“, sagte Schmid, der nach dem Spiel auch das Gespräch mit Lechner suchte. „Ich habe ihn gefragt, was er zu den Situationen sagt. Er hatte heute nicht seinen besten Tag“, so der Hartberg-Trainer (Hinweis: Alle Situationen sind im obigen Interview mit Manfred Schmid zu sehen).

HIGHLIGHTS | TSV Hartberg – Sturm Graz

Drei Szenen im Fokus

Konkret bezieht sich Schmid auf drei strittige Szenen im Spiel, in denen Lechner nach Ansicht des Hartberg-Trainers immer zu Gunsten des Tabellenführers und gegen die Oststeirer entschieden hat.

In der ersten Szene geht es um einen Zweikampf zwischen Hartberg-Offensivmann Dominik Prokop und Sturm-Kapitän Otar Kiteishvili, bei dem der Hartberg-Akteur im gegnerischen Strafraum zu Fall kommt. „Es gibt einen klaren Kontakt am Knie und er kommt zu Fall. Eine 50:50-Entscheidung, die gegen uns gefallen ist. Da kann man auch Elfmeter geben und es sind dafür auch schon Elfmeter gegeben worden“, beurteilte Schmid die Szene.

In der 55. Minute kam es kurz vor dem Grazer Strafraum zu einem Duell, bei dem Emanuel Aiwu Gegenspieler Marco Hoffmann bei einem Tackling von hinten erwischt. Lechners Pfiff blieb aus, knapp zwei Minuten später erhöhte Sturm quasi im Gegenzug durch Erencan Yardimci auf 2:0. „Für mich ein klares Foul. Wenn er da das Foul gibt, kommt es auch nicht zum 2:0. Eine klare Fehlentscheidung, die das Spiel natürlich mit beeinflusst hat“, haderte Schmid.

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Schmid über Avdijaj-Szene: „Auf jeden Fall keine Schwalbe“

Ebenfalls zeigte sich Schmid über Lechners Entscheidung in einer dritten Szene verwundert. Donis Avdijaj ging alleine vor dem Grazer Goalie Kjell Scherpen nach einem Rempler von Niklas Geyrhofer zu Boden. Auch hier sah der Hartberg-Trainer ein Vergehen, der Pfiff des Unparteiischen blieb aber ein weiteres Mal aus.

„Er kriegt einen leichten Rempler und geht zu Boden. Wenn du eins gegen eins auf den Tormann zuläufst, dann lässt man sich nicht fallen, weil man einen Elfmeter will. Man will das Tor machen. Man sieht, dass er nicht absichtlich hinfällt, es war auf jeden Fall keine Schwalbe“, meinte Schmid.

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Bild: GEPA