Shiffrin Semmering

Aufholjagd geglückt! Shiffrin gewinnt Semmering-Slalom – ÖSV-Duo verpasst Podest knapp

Mikaela Shiffrin verlängert ihre sensationelle Serie im Slalom am Semmering mit ihrem fünften Erfolg!

Die Weltcup-Rekordsiegerin gewinnt neun Hundertstelsekunden vor der zunächst Führenden Camille Rast und springt von Platz vier noch ganz nach vorne.  Lara Colturi holt als Dritte (+0,57) ihren nächsten Podestplatz. Beste Österreicherin wird Ex-Slalom-Weltmeisterin Katharina Liensberger dahinter als Vierte (+0,91). Im fordernden Nachtslalom sorgte die Vorarlbergerin am Sonntag für ihr mit Abstand bestes Saisonresultat.

Grünes Licht: Weltcup-Rennen in Zauchensee finden statt

Zwei Hundertstel hinter Liensberger belegt Katharina Truppe Platz fünf (+0,93).

Zahlreiche Ausfälle bei Shiffrin-Sieg

Ein starkes Ergebnis gelang Natalie Falch (11./+4,42), die sich zunächst mit der höchsten Startnummer 56 für den zweiten Durchgang qualifizieren konnte und danach weitere Plätze für ihr bestes Weltcup-Karriereresultat gutmachte. Auch Katharina Gallhuber (13./+4,93) schaffte eine Verbesserung in Lauf zwei. In beiden Durchgängen zusammengerechnet gab es mehr als 40 Ausfälle, viele davon waren den schwierigen Pistenbedingungen geschuldet. Für viele Diskussionen sorgte hingegen der Zustand der Piste im ersten Durchgang.

Zauberberg warf Fahrerinnen reihenweise ab

Da präsentierte sich die Piste am Zauberberg wenig magisch. Sie hatte in der trockenen nächtlichen Luft an Feuchtigkeit verloren und war vor dem Start mit Wasser und Salz aufgepäppelt worden. Im ersten Durchgang warf sie die Läuferinnen reihenweise ab und sorgte bei den „Überlebenden“ für riesige Zeitabstände. So wies die Norwegerin Bianca Bakke Westhoff als 30. zur Halbzeit einen Rückstand von 5,94 Sekunden auf. Von 77 Starterinnen erreichte nur rund die Hälfte das Ziel, 37 schieden aus – darunter Katharina Huber und Franziska Gritsch. Der ORF berichtete von der höchsten Ausfallquote der jüngsten 25 Jahre.

ÖSV vor Olympiajahr zuversichtlich: „Kann so weitergehen“

Im zweiten Durchgang zeigte sich der Untergrund von einer deutlich freundlicheren Seite, Shiffrin setzte mit Laufbestzeit erfolgreich zur Aufholjagd an. Ihren 106. Weltcupsieg nützte sie danach aber zur Kritik. „Ich bin mit meiner Fahrt im Zweiten wirklich sehr zufrieden. Aber es war einfach nicht sicher für die Frauen heute. Das ist nicht in Ordnung“, meinte die 30-Jährige. „Im zweiten Lauf war es besser, aber ich bin verärgert, wie das gelaufen ist.“

Liensberger atmete auf

Liensberger, die im Lauf der Saison als Sechste in Copper Mountain erst einmal einstellig gewesen war, muss zwar weiter auf ihren ersten Stockerlplatz seit März warten, geht aber deutlich erleichtert ins neue Jahr. „Es war nicht leicht im zweiten Durchgang, die richtige Mischung zu finden. Ich habe das Beste herausgeholt, ich nehme den vierten Platz auch gerne mit“, betonte die 28-Jährige. Einen Befreiungsschlag wollte es Liensberger nicht nennen. „Aber es tut extrem gut, dass ich weiß, der Speed ist da. Natürlich war heute auch irgendwo eine Nervosität zu spüren, weil ich wusste, ich will wieder ins Ziel kommen.“

Liensberger: Olympia-Saison ein „Highlight für mich“

Die konstanteste Slalom-Fahrerin bleibt aus heimischer Sicht aber Truppe. „Ich bin heute ein bisschen stolz auf mich, dass ich das so gut umgesetzt habe. Spuren war nicht immer mein Ding“, erklärte die Kärntnerin, die nun die Plätze 16, 6, 7, 4 und 5 zu Buche stehen hat. „Ich bin so konstant wie noch nie und das freut mich.“

Falch gab mit hoher Startnummer Talentprobe ab

Eine, die im ersten Durchgang bewies, dass es auch mit hoher Startnummer geht, war Natalie Falch. Die 21-jährige Tirolerin lieferte mit der Startnummer 56 ihr bei weitem bestes Weltcup-Resultat ab. Nach den Plätzen 26 und 18 in Gurgl bzw. Courchevel steigerte sie sich ein weiteres Mal, machte als Halbzeit-20. mit der viertbesten Laufzeit im zweiten Durchgang noch einen ordentlichen Satz nach vorne und durfte „megazufrieden“ in die Kamera lächeln. „Letztes Jahr war sehr, sehr hart, ich habe es nie runtergebracht. Zurzeit funktioniert es wirklich sehr gut.“

Werbung

(Red./APA.)

Beitragsbild: GEPA.