Gewitter-Chaos bei der WM? Diese Regel sorgt für lange Pausen

Gewitter, Hitze und lange Spielunterbrechungen könnten die WM 2026 massiv beeinflussen. Schon jetzt ist klar: Das Wetter wird zu einem entscheidenden Faktor.

Sky Sport erklärt, welche Regeln bei Gewitter gelten, wie groß die Hitze-Gefahr ist – und warum Spiele stundenlang unterbrochen werden können.

Gewitter bei der WM: Diese Regel sorgt für lange Unterbrechungen

Kompliziert wird es vor allem bei Gewittern. Wird im Umkreis von acht Meilen (rund 13 Kilometern) um ein Stadion ein Blitzeinschlag registriert, muss das Spiel sofort unterbrochen werden. Danach gilt:

  • 30 Minuten Pause
  • erst danach darf weitergespielt werden
  • bei neuem Blitz → Countdown beginnt wieder von vorne

Das kann dazu führen, dass sich Spiele über mehrere Stunden ziehen.

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Schon erlebt: Spiel in den USA stand fast zwei Stunden still

Dass diese Regel schnell zum Problem wird, zeigte sich bereits bei der Klub-WM im vergangenen Sommer. Das Spiel zwischen Chelsea und Benfica in Charlotte wurde fünf Minuten vor Schluss unterbrochen, die Pause dauerte knapp zwei Stunden. Für den damaligen Chelsea-Coach Enzo Maresca ein „Witz“.

Extreme Hitze: Gesundheitsrisiko für Spieler

Doch nicht nur Gewitter sorgen für Probleme – auch die Hitze wird zum entscheidenden Faktor. Die Forschungsgruppe World Weather Attribution erwartet für zahlreiche Spiele hohe Belastungswerte:

  • Bei rund 26 der 104 WM-Spiele wird ein kritischer Wert überschritten
  • Gemeint ist die sogenannte „Wet-bulb globe temperature“
  • Diese berücksichtigt neben Temperatur auch Luftfeuchtigkeit und Sonneneinstrahlung

Ab etwa 26 Grad gilt bereits ein erhöhtes Gesundheitsrisiko für Spieler.

Belastungssteuerung, Anpassungsfähigkeit, Umgang mit Unterbrechungen – klar ist: Wer am 19. Juli in New York Weltmeister werden will, braucht mehr als nur fußballerische Klasse.

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Beitragsbild: Imago