Nächste Niederlage! ÖFB-Frauen enttäuschen in Slowenien
Nächster Rückschlag für das ÖFB-Team in der WM-Qualifikation: Österreich verliert auch das zweite Spiel bei Außenseiter Slowenien mit 0:1.
Ein Gegentor durch Zara Kramzar nach 21 Minuten besiegelt die nächste Quali-Pleite der ÖFB-Frauen. Vor wenigen Tagen musste sich das Nationalteam bereits zum Auftakt gegen Norwegen mit dem selben Resultat geschlagen geben. Slowenien gewann damit im achten Versuch bei davor sieben Niederlagen erstmals gegen Österreich.
Anstelle der eingeplanten drei Zähler steht Österreich auf der Jagd nach der erstmaligen WM-Teilnahme nach zwei Runden punktlos da. Leichter wird es nicht: Weiter geht es für die ÖFB-Frauen im Doppel gegen Deutschland. Am 14. April sind Kapitänin Sarah Puntigam und Co. auswärts gefordert, ehe vier Tage später das Heimspiel in Ried gegen den Gruppenfavoriten ansteht. Deutschland gewann das zweite Gruppenspiel in Norwegen mit 4:0 und hält nun bei sechs Zählern und 9:0 Toren.
Billa erstmals seit 2024 dabei
Die Partie in Koper wurde um zwei Stunden vorverlegt, da in den Abendstunden starker Nebel angesagt war. Schon bei Anpfiff um 17.00 Uhr lag eine dichte Nebelsuppe über dem Stadion. Schriebl nahm nach dem 0:1 gegen Norwegen drei Veränderungen in seiner Startelf vor. So war Nicole Billa erstmals seit eineinhalb Jahren (August 2024) wieder dabei. Die Stürmerin vom deutschen Zweitligisten VfB Stuttgart sollte keine große Rolle spielen.
Zinsberger über WM-Traum der ÖFB-Frauen
Österreich wollte mit Pressing zum Erfolg kommen. Die taktische Marschrichtung sollte von Beginn an nicht aufgehen. Die Sloweninnen präsentierten sich nach Ballverlusten der Österreicherinnen bei ihren Kontern schon in den ersten zehn Minuten deutlich gefährlicher. Während die Schriebl-Elf noch die Linie im Spiel suchte, schlug Slowenien auch verdient zu. Die in Englands Liga spielende Kramzar reagierte nach einem Querpass gedankenschneller als die gesamte rot-weiß-rote Abwehr und vollendete abgebrüht.
Rückstand hemmt ÖFB-Team
Der Rückstand sollte das Spiel der Österreicherinnen weiter hemmen. Leichte Ballverluste und defensiv mit großen Lücken rannten die Österreicherinnen fast in das 0:2. Sarah Gutmann bügelte ihren Fehler gerade noch aus, dann schloss Kramzar in guter Position vor Marielle El Sherif zu unplatziert ab. Bis zur Pause schossen die Österreicherinnen nicht einmal gefährlich auf das slowenische Gehäuse.
Unverändert kamen die Österreicherinnen aus der Kabine, sie hatten sogleich Glück. Lara Prasnikar schoss keine halbe Minute nach Wiederanpfiff nach einem weiteren Patzer der Gegnerinnen am Tor vorbei. Am Spielgeschehen änderte sich wenig. Schriebl reagierte nach einer knappen Stunde mit einem Dreifachtausch auf das Gesehene. So sollten Lisa Kolb und Carina Brunold das Offensivspiel beleben. Später kam auch noch Nicole Ojukwu zu ihrem Teamdebüt.
Bis zum Schlusspfiff stand dennoch kein richtiger Torschuss für Österreich zu Buche. Auch die verzweifelte Schlussoffensive brachte nichts Zählbares mehr ein. Eine Flanke streifte noch die Latte des slowenischen Tores, dann war die Partie zu Ende.
„Kein Mittel gefunden“: Die Stimmen zur ÖFB-Niederlage
Alexander Schriebl (ÖFB-Teamchef): „Wir haben von Anfang an nicht in unser Spiel gefunden, haben sehr viele Ballfehler gemacht. Wir haben den Gegner dadurch ins Spiel gebracht, ihm Selbstvertrauen gegeben. Wir hätten nicht verdient gehabt, dass wir hier gewinnen. Man hat gemerkt, dass wir heute eher ängstlicher unterwegs waren. Das war ungewöhnlich. Wir haben nicht diesen Mut an den Tag gelegt, den du brauchst für so ein Spiel. In der zweiten Halbzeit waren wir ein bisschen dominanter, aber wir haben im Endeffekt keine Mittel gefunden, torgefährlich zu werden. Wir haben in keinster Weise das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben.“
Nicole Billa (ÖFB-Stürmerin): „Es tut verdammt weh. Wenn du hierher kommst, Ziele hast und dann 0:1 verlierst. Gleich nach dem Spiel ist es schwer, Schlussfolgerungen zu ziehen. Ich glaube schon, dass wir ein Stück weit selber daran schuld sind, weil wir unnötige Fehler gemacht haben. Wir brauchen noch Zeit, dass sich das Ganze einspielt. Man sieht einfach, dass wir noch nicht so harmonisch am Platz stehen, so kombinieren, wie man es von uns gewohnt ist. Daran müssen wir arbeiten.“
(Red./APA.)
Beitragsbild: X – ÖFB.
