Start „zu hoch bewertet“: Dibon über durchwachsene Rapid-Saison

Der SK Rapid musste mit der Auswärtsniederlage beim LASK endgültig die Hoffnung auf einen Titel in der Saison 2025/26 aufgeben. Bei „DAB | Der Audiobeweis“ ordnet SCR-Talentemanager Christopher Dibon schon knapp vor dem Saisonende die schwierige Spielzeit der Grün-Weißen ein.

„Ich glaube, der Start war ja punktetechnisch mal sehr, sehr gut. (…) Komischerweise, mit dem Beginn der Conference League, mit der ein oder anderen Niederlage, ist dann ein bisschen ein Schlendrian reingekommen“, nennt Dibon einen Knackpunkt im frühen Saisonverlauf. Die hohe Erwartungshaltung sei danach zu einer Last geworden: „Ich glaube, dass davor die Ergebnisse, die wir gehabt haben, da waren die Spiele nicht immer alle so gut. Die hat man dann vielleicht, nicht Peter (Stöger, Anm.) jetzt, aber Rapid, das Umfeld, zu hoch bewertet.“

„Klar in der Poleposition“: LASK auch für Dibon Favorit auf Meistertitel

Ein wiederholtes Thema, auch vonseiten der Fans, war die Frage nach fehlenden Führungsspielern: „Am Ende ist es für mich auch immer eine Qualitätsfrage. Auch vielleicht eine gewisse Struktur der Mannschaft. Letztes Jahr war es ja noch auffälliger mit Guido Burgstaller. Das war eine andere Mannschaft, allein, wenn er am Feld war. Das hat dieses Jahr gefehlt. Also ich glaube, dass Qualität im Kader ist, keine Frage. Aber eine Mannschaft muss auch immer geführt werden“, äußert sich der ehemalige SCR-Kapitän zu dieser Thematik.

Pacult kritisiert Katzer-Aussagen: „Wie viele Umbrüche will man noch machen?“

Rapids letzter Meistercoach Peter Pacult bemängelt hingegen das Fehlen notwendiger Leader-Qualitäten: „Du hast einfach keinen Spieler, der irgendwann mal den Mund aufmacht am Platz. Man sieht das ja von oben sehr gut, wenn man im Stadion sitzt. Das rennt alles runter, aber du hörst nicht einmal irgendeinen Spieler, der einem irgendwann mal was sagt. Dieses Bisschen, das ist, was im Moment auch fehlt.“

DAB | Der Audiobeweis #276 mit Christopher Dibon

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(Red.)

Beitragsbild: GEPA.