Pogacar Tour de France

Tagessieg mit Gala! Pogacar holt sich Gelbes Trikot zurück

Topfavorit Tadej Pogacar hat im ersten Hochgebirgsschlagabtausch der Tour de France in den Pyrenäen wenig überraschend klar den Ton angegeben.

Der Titelverteidiger aus Slowenien gewann am Donnerstag die sechste Etappe über den Col du Tourmalet überlegen vor Jonas Vingegaard. Pogacar holte sich das Gelbe Trikot zurück. Der Weltmeister führt nach dem Teilstück mit mehr als 4.100 Höhenmetern von Pau nach Gavarnie-Gedre auch im Gesamtklassement über zweieinhalb Minuten vor dem Dänen.

Mühlberger triumphiert auch am Großglockner

Der bisher im Führungstrikot fahrende Torstein Traeen stürzte nach großem Zeitverlust in der Abfahrt vom Tourmalet nach einem Zusammenstoß mit einem Teamkollegen. Der Norweger konnte nach ärztlichem Check weiterfahren. Er musste das „Maillot Jaune“ nach zwei Tagen aber an den überragenden Pogacar zurückgeben. Der slowenische UAE-Kapitän hatte auch schon die dritte Etappe gewonnen. Der Triumph in den Pyrenäen ist bereits sein 23. Tagessieg bei der Frankreich-Rundfahrt. Insgesamt war es der 123. Karriere-Erfolg des Slowenen.

„Einer meiner süßesten Siege“

Pogacar hatte im langen Anstieg zum Tourmalet rund fünf Kilometer vor der Passhöhe angegriffen. Mit seiner Attacke schüttelte der 27-Jährige seine Rivalen scheinbar spielend ab. Auf den restlichen 40 km samt dem nicht sehr steilen Schlussanstieg nach Gavarnie-Gedre fuhr 2:38 Minuten Vorsprung auf Vingegaard heraus. „Das ist wirklich unglaublich, einer meiner süßesten Siege. Ich habe alles auf eine Karte gesetzt. Es ist aufgegangen. Ich habe einfach bis ins Ziel mit Vollgas durchgezogen“, sagte Pogacar und reihte den Erfolg in seinen persönlichen Top fünf ein. Der Sturz von Traeen sei bedauerlich, sagte Pogacar und wünschte dem Norweger, dass er die Tour ohne Verletzung fortsetzen kann.

Felix Großschartner und andere UAE-Fahrer leisteten einmal mehr ideale Vorarbeit für Pogacar. „Wir haben gewusst, dass es eine sehr wichtige Etappe ist, dass es so perfekt läuft, ist natürlich ein Traum“, sagte Großschartner. Trotz des bereits großen Vorsprungs von Pogacar müsse man jeden Tag wachsam sein und konzentriert bleiben: „Es ist noch ein langer Weg bis nach Paris.“

Flachetappe verspricht etwas Erholung

Pogacars Teamkollege Isaac del Toro, Frankreichs Jungstar Paul Seixas, Remco Evenepoel und Florian Lipowitz büßten knapp drei Minuten auf den Dominator ein. Der Freitag mit einer Flachetappe von Hagetmau nach Bordeaux verspricht für die Klassementfahrer um Pogacar ein ruhiger Tag zu werden.

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