Tormannkrise bei ÖFB-WM-Gegner Algerien
Gut einen Monat vor dem Beginn der Fußball-WM in Nordamerika muss sich Österreichs Gruppengegner Algerien mit einer Tormannkrise herumschlagen.
Teamchef Vladimir Petkovic beklagt viele verletzte Goalies – darunter auch Zinedine Zidanes Sohn Luca – und überlegt deshalb laut Medienberichten, den eigentlich nach dem jüngsten Afrika Cup zurückgetretenen Oussama Benbot zu reaktivieren. Der 31-Jährige präsentierte sich zuletzt bei seinem Club USM Algier in starker Verfassung.
Allerdings soll es in der Vergangenheit schwere Differenzen zwischen Petkovic und Benbot gegeben haben, weil sich der Keeper über zu wenig Einsatzzeit in der Nationalelf beschwerte. Trotzdem könnte der 31-Jährige pardoniert werden, denn Zidane (Granada) erlitt im vergangenen April einen Kiefer- und Kinnbruch und ist für die WM äußerst fraglich.
Das gilt auch für Melvin Mastil (Stade Nyonnais), der an den Folgen einer Leistenoperation laboriert. Anthony Mandrea (Caen), bis vor wenigen Monaten Algeriens Stammgoalie, fällt wegen einer Schulterverletzung definitiv für die Endrunde aus.
Algeriens Einsergoalie hat keine Spielpraxis
Algeriens eigentliche Nummer eins, Alexis Guendouz, kehrte erst vor kurzem von einer langwierigen Verletzungspause zurück und ist seither bei seinem Club MC Algier nur Ersatz. Die Torwartmisere führte bereits im März so weit, dass Petkovic für die Testspiele gegen Uruguay und Guatemala den 19-jährigen Kilian Belazzoug nominierte, obwohl dieser für seinen Verein Stade Rennes noch kein einziges Spiel absolvierte.
Algerien trifft bei der WM in Gruppe J zunächst auf Argentinien (17. Juni) und Jordanien (23. Juni), ehe es am 28. Juni (4.00 Uhr MESZ) in Kansas City gegen Österreich geht.
(APA)/Bild: Imago