Union Berlin überrascht gegen BVB – Leverkusen vergibt 2:0-Führung
Borussia Dortmund ist nach dem Torspektakel gegen Celtic Glasgow ohne seinen Königsklassen-Held Karim Adeyemi unsanft auf dem Boden der Tatsachen gelandet.
Vier Tage nach dem fulminanten 7:1 in der Champions League unterlag die Mannschaft von Trainer Nuri Sahin bei Union Berlin mit 1:2 (0:2) und muss in der deutschen Bundesliga weiter auf den ersten Auswärtssieg warten. Bei den Siegern spielte Christopher Trimmel durch, Leopold Querfeld wurde in der 60. Minute eingetauscht. Bei Gästen kam Marcel Sabitzer in der 76. Minute auf den Platz.
HIGHLIGHTS | Union Berlin – Borussia Dortmund | 6. Spieltag
Kevin Vogt (26., Foulelfmeter) und Yorbe Vertessen (45.) trafen für die Berliner, die damit zu Hause in dieser Saison weiter ungeschlagen sind. Für den BVB war der Ex-Unioner Julian Ryerson (62.) erfolgreich, doch der Treffer reichte nicht. Über weite Strecken zeigten sich die Dortmunder, die ohne Adeyemi auskommen mussten, offensiv zu harmlos. Der 22-Jährige hatte sich im Duell mit Celtic, in dem er mit Spielfreude und drei Toren geglänzt hatte, eine Muskelverletzung zugezogen.
Leverkusen lässt gegen Aufsteiger Punkte liegen
Bayer Leverkusen hat sich gegen Aufsteiger Holstein Kiel einen völlig unerwarteten Patzer geleistet. Trotz einer 2:0-Führung musste sich der Double-Gewinner mit einem 2:2 (2:1) gegen den tapferen Bundesliga-Neuling begnügen und verpasste damit einen Erfolg im 100. Pflichtspiel unter Trainer Xabi Alonso. Benedikt Pichler durfte bei Aufsteiger Holstein Kiel ab der 46. Minute mithelfen, einen Punkt aus Leverkusen zu entführen.
In einer über weite Strecken einseitigen Partie brachten Victor Boniface (4.) und Jonas Hofmann (8.) die Leverkusener früh auf Kurs. Danach schaltete Bayer aber mehrere Gänge zurück und wurde noch vor der Pause durch Max Geschwill (45.+5) bestraft. Fiete Arp (69., Foulelfmeter) stellte den Spielverlauf auf den Kopf und sorgte für die Überraschung. Rekordmeister Bayern München könnte den Vorsprung auf Leverkusen am Sonntag gegen Eintracht Frankfurt bereits auf fünf Punkte ausbauen.
Friedl tragische Figur bei Werder-Niederlage
Bei Werders Heimniederlage gegen Freiburg war Marco Friedl die tragische Figur. Der ÖFB-Rückkehrer fälschte einen relativ harmlosen Schuss von Ritsu Doan ins eigene Tor ab (75.). Friedl und Schmid spielten durch, Marco Grüll kam in der 79. Minute. Auf der Gegenseite waren Junior Adamu und Philipp Lienhart über die komplette Distanz im Einsatz, Michael Gregoritsch saß auf der Bank.
Dank Ritsu Doan hat Freiburg in der Fußball-Bundesliga seinen Startrekord eingestellt. Bremen blieb auch im dritten Heimspiel der Saison ohne eigenen Treffer. Vier Siege aus den ersten sechs Spielen – das schaffte in Freiburg zuvor Trainerlegende Christian Streich 2019/20 und 2022/23. Unter dessen Nachfolger Schuster setzen sich die Breisgauer im oberen Tabellendrittel fest, Werder bleibt weiter ohne Heimsieg und dümpelt im Mittelfeld umher.
Wolfsburg verschärft Situation bei Bochum
Kein Aufatmen vor der Länderspielpause: Fußball-Bundesligist VfL Bochum ist nach dem sechsten Spieltag weiterhin sieglos. Die Bochumer verloren zu Hause gegen den VfL Wolfsburg mit 1:3 (0:2). Damit steht die Mannschaft von Peter Zeidler mit nur einem Punkt auf dem letzten Tabellenplatz. Zumindest etwas Spielpraxis vor den anstehenden Nations-League-Partien erhielt Patrick Wimmer. Der Ex-Austrianer wurde von Trainer Ralph Hasenhüttl in der 73. Minute ins Spiel gebracht.
Die Wolfsburger Tore im Ruhrstadion erzielten Tiago Tomas (21.), der damit seine mehr als ein Jahr währende Torflaute beendete, sowie Jonas Wind mit einem Doppelpack (37./88.). Myron Boadu sorgte für den zwischenzeitlichen Bochumer Anschlusstreffer (72.). Die Entscheidung fiel nach langem Videobeweis und Foulelfmeter für die Gäste, bei dem Wind zunächst an Torhüter Patrick Drewes scheiterte und erst im Nachschuss traf.
(SID/Red./APA.)
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