Für EM-Neuling Georgien und Otar Kiteishvili ist das Turnier schon wieder vorbei

Unterschiedsspieler? So stark war Georgien mit Kiteishvili

Für EM-Neuling Georgien und Otar Kiteishvili ist das Turnier schon wieder vorbei. Im Achtelfinale waren die Georgier gegen Titelfavorit Spanien mit 1:4 (1:1) chancenlos. Doch gerade der Sturm-Akteur, der gegen die „Furia Roja“ verletzt vom Feld musste, kann auf eine starke Bilanz zurückblicken.

Denn in den beiden Spielen, in denen der 28-Jährige am Feld stand, avancierte er wohl zum versteckten Unterschiedsspieler. Zumindest besagt das die Statistik. In etwa 130 Minuten gegen Portugal und Spanien mit dem Sturm-Kicker am Feld gelangen den Georgiern drei eigene Treffer. Kassiert wurde in dieser Zeit nur ein Tor – und zwar gegen die Spanier. Genau vor diesem Treffer verletzte sich Kiteishvili, der Mittelfeldspieler konnte folglich nicht bei der Verteidigung vor dem Tor durch Rodri helfen und musste kurz darauf ausgewechselt werden. Ein Tor oder Assist blieben Kiteishvili jedoch verwehrt.

Georgien ohne Kiteishvili alles andere als souverän

In den ersten beiden EM-Spielen der Georgier bekam Kiteishvili noch keine Einsatzminuten. In diesen beiden Partien und der Restzeit des Spanien-Duells spielte Georgien ungefähr 240 Minuten ohne den Mittelfeld-Star von Sturm Graz – und kassierte dabei insgesamt acht Gegenore. Gegen die Türkei, Tschechien und Spanien glangen in diesen Minuten „nur“ zwei eigene Treffer. Ein voller Erfolg ohne Kiteishvili blieb ebenfalls aus: Der einzige Sieg – gegen Portugal – gelang mit dem Mittelfeldspieler, der durchspielte.

Insgesamt kann der EM-Neuling aber auf eine erfolgreiche Endrunden-Premiere zurückblicken. Neben Kiteishvili haben aber auch weitere Kicker im Georgischen Kader Österreich-Bezug. Sandro Altunashvili vom Wolfsberger AC ersetzte den Sturm-Offensivspieler nach dessen Verletzung und kam im ersten Gruppenspiel gegen die Türkei zu einem Kurzeinsatz. Der ehemalige WAC-Kicker Luka Lochoshvili dürfte wohl einigen Bundesliga-Fans wohl noch bekannt sein. Der Defensivspieler rettete dem ehemaligen Austria-Wien-Kicker Georg Teigl nach dessen Bewusslosigkeit am Feld wohl das Leben und gewann dafür den FIFA-Fairplay-Preis. Und auch Ex-Rapid-Stürmer Giorgi Kvilitaia durfte erste EM-Minuten sammeln.

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(Red.) / Bild: Imago