Wimmer und Prass als „Buddies“ bei Hoffenheim

Im Gegensatz zu vielen anderen österreichischen Fußball-Teamspielern ist die Club-Zukunft von Patrick Wimmer schon vor der WM geklärt. Der Niederösterreicher wechselte um kolportierte zehn Millionen vom VfL Wolfsburg zu TSG 1899 Hoffenheim und wird damit Kollege von Alexander Prass, der sich über den Neuzugang freut. „Ich habe jetzt einen guten Buddy vom Nationalteam beim Verein, das hat sehr viele Vorteile“, erklärte Prass am Mittwoch in Santa Barbara.

Wimmer besaß beim deutschen Absteiger eine Ausstiegsklausel, die nur zwei Wochen lang gültig war. Deshalb machte Hoffenheim Tempo. „Dann hat alles seinen Lauf genommen, und innerhalb von drei Tagen war alles geklärt“, erzählte Wimmer.

Die Zufriedenheit über den Transfer zum Europa-League-Starter war dem 25-Jährigen deutlich anzumerken. „Für mich war es wichtig, dass ich international spielen kann. Hoffenheim hat es letzte Saison gut gemacht. Das Positive ist, dass ich auch das Trainerteam und ein paar Spieler kenne.“

„Anders als geplant“: Wimmer spricht über Wechsel

Wimmer hat gutes Verhältnis zu Ilzer

Mit Coach Christian Ilzer arbeitete Wimmer bereits bei der Wiener Austria zusammen. „Ich bin froh, wieder unter ihm zu spielen. Damals war das Verhältnis schon sehr gut. Er hat sich seither noch einmal weiterentwickelt, ich auch.“

Über seine künftige Position tauschte sich Wimmer mit Ilzer in einem halbstündigen Telefonat aus. „Er hat gesagt, ich kann eigentlich alles außer Tormann und Innenverteidiger spielen, aber vielleicht setzt er mich dort auch ein“, scherzte Wimmer.

Dass er es überhaupt in den Profifußball schaffte, hat Wimmer dem ehemaligen Austria-Vizepräsidenten Raimund Harreither zu verdanken, der ihn bei Viertligist Gaflenz entdeckte und den „Veilchen“ an Herz legte. Wimmer durfte mit zum Trainingslager in die Türkei und überzeugte. „Er ist eine sehr wichtige Person, ohne ihn wäre ich nicht Profi geworden“, meinte der 30-fache Internationale.

Wimmer vor Profi-Karriere am Bauernhof engagiert

Wimmer war nie in einer Akademie, Fußball spielte er lange nur mit Freunden „zur Gaudi“, wie er berichtete. „Ich habe nie daran gedacht, dass ich einmal Profi werde.“ Als Heranwachsender stand die Arbeit am familieneigenen Bauernhof im Mittelpunkt. „Ich habe da viel selbst gemacht und bin mit dem Traktor gefahren.“

Prass hingegen durchlief einen klassischen Weg – zuerst Red-Bull-Akademie, dann der Durchbruch bei Sturm Graz. „Sturm war das Beste, was mir passieren konnte. Ich bin dort ein reiferer Spieler geworden und konnte den Sprung ins Ausland machen.“ Nun steht sowohl für Prass als auch für Wimmer mit der WM der bisher Karrierehöhepunkt an. Prass dürfte im Auftaktmatch gegen Jordanien zwar nicht der Startelf angehören, hofft aber auf Einsatzminuten im Laufe des Turniers. „Jeder will auf dem Platz stehen und seinen Teil zu einer erfolgreichen WM beitragen.“

(APA)

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Beitragsbild: GEPA