„16 unglaubliche Jahre“: Marco Djuricin kündigt Karriereende an
Ein bekanntes Gesicht des österreichischen Fußballs hört auf: Marco Djuricin hat seine aktive Karriere beendet. Der 33-jährige Stürmer gab seinen Entschluss am Mittwoch via Instagram bekannt und zieht damit einen Schlussstrich unter eine lange, internationale Laufbahn.
Emotionaler Abschied eines Fußballprofis
„Hinter mir liegen 16 unglaubliche Jahre als Profi“, schreibt Djuricin in seinem Abschiedspost. Eine Reise, die ihn durch zahlreiche Länder und Ligen geführt hat und nun endet.
Insgesamt spielte der Wiener für rund 15 Vereine in sieben Ländern. Besonders emotional: seine Worte über die Kabine, die er als „magischen Ort“ beschreibt, sowie die einzigartige Atmosphäre im Stadion.
Zuletzt stand der ehemalige ÖFB-Teamspieler beim SKN St. Pölten unter Vertrag, mit dem er den Aufstieg in die ADMIRAL Bundesliga nur knapp verpasste.
Früher Schritt ins Ausland: Ausbildung bei Hertha BSC
Djuricins Weg beginnt in Wien: über SV Donau, Rapid Wien und Austria Wien führt ihn seine Ausbildung früh nach Deutschland in die Akademie von Hertha BSC.
Dort sorgt er bereits früh für Aufmerksamkeit – unter anderem erreicht er mit der U19 das Finale des DFB-Juniorenpokals und kann sich auch bei den Profis empfehlen. Sein Pflichtspiel-Debüt in der 2. Deutschen Bundesliga wird gleich zum Highlight: Er schnürt einen Doppelpack gegen Rot-Weiß Oberhausen.
Nach ersten Jahren in Berlin folgt 2012 eine Leihe zum SSV Jahn Regensburg, wo er trotz Verletzungen wichtige Erfahrungen sammelt.
Durchbruch in Graz und Titel in Salzburg
Der große sportliche Durchbruch gelingt Djuricin schließlich in Österreich: Beim SK Sturm Graz entwickelt er sich zum treffsicheren Angreifer und macht mit starken Leistungen auf sich aufmerksam.
2015 folgt der Wechsel zu Red Bull Salzburg: ein Karriereschritt, der sich auch in Titeln niederschlägt. Mit den „Bullen“ gewinnt er die österreichische Meisterschaft und sammelt erste internationale Erfahrung auf europäischer Bühne.
International lief Djuricin für mehrere ÖFB-Nachwuchsteams auf und feierte 2015 sein Debüt in der A-Nationalmannschaft. Insgesamt stehen zwei Länderspiele für Österreich zu Buche.
Europa-Reise: England, Ungarn und die Schweiz
In den folgenden Jahren wird Djuricin zum echten Legionär. Seine Karriere führt ihn quer durch Europa:
- England: Leihe zu Brentford in die Championship
- Ungarn: Engagement bei Ferencváros Budapest
- Schweiz: Station beim Grasshopper Club Zürich (zunächst Leihe, später fixer Wechsel)
Diese Phase macht ihn zu einem vielseitig erfahrenen Stürmer mit internationalem Profil.
Sky-Beitrag über Marco Djuricin (November 2014)
Rückkehr und späte Stationen
2019 kehrt Djuricin nach Deutschland zurück und schließt sich dem Karlsruher SC an, wo er allerdings sportlich nicht wie erhofft Fuß fassen kann. Es folgt die Rückkehr in die Heimat: Bei Austria Wien knüpft er wieder an bessere Zeiten an und zählt zu den verlässlichen Offensivspielern.
Seine letzten Auslandsstationen führen ihn nach Kroatien zu HNK Rijeka und in die Slowakei zu Spartak Trnava, wo ihn allerdings gesundheitliche Probleme zurückwerfen.
Karriereausklang in Österreich
Nach einer längeren Pause kehrt Djuricin Anfang 2025 nach Österreich zurück und spielt für den SV Stripfing, später für die Vienna und zuletzt für den SKN St. Pölten.
Auch in dieser Phase zeigt er noch einmal seine Torqualitäten, bevor er sich nun endgültig zum Karriereende entschließt.
Ein Fußballleben quer durch Europa
Mit Marco Djuricin verabschiedet sich ein Spieler, dessen Karriere alles andere als geradlinig verlief, dafür aber umso facettenreicher war.
Deutschland, England, Ungarn, Schweiz, Kroatien und die Slowakei: Kaum ein österreichischer Stürmer sammelte so viele internationale Erfahrungen wie er.
Sein Fazit bringt es auf den Punkt: Der Fußball habe ihm alles gegeben und seinen Kindheitstraum erfüllt.
Beitragsbild: GEPA
